Gutes Ergebnis in schwierigem Umfeld

ALTSTÄTTEN. Wie für die ganze Schweizer Wirtschaft war das erste Halbjahr auch für die Biene Bank im Rheintal anspruchsvoll. Dennoch konnte ein ansprechendes Semesterergebnis erwirtschaftet werden.

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Die neue Geschäftsleitung der Biene Bank im Rheintal, von links: Leonhard Hutter (Leiter Anlageberatung), Urs Handermann (Leiter Services), René Bognar (Vorsitzender Geschäftsleitung), Josef Signer (Leiter Firmenkunden). (Bild: pd)

Die neue Geschäftsleitung der Biene Bank im Rheintal, von links: Leonhard Hutter (Leiter Anlageberatung), Urs Handermann (Leiter Services), René Bognar (Vorsitzender Geschäftsleitung), Josef Signer (Leiter Firmenkunden). (Bild: pd)

ALTSTÄTTEN. Die Schweizer Wirtschaft zeigte sich zu Beginn des Jahres erstaunlich robust. Im 2. Quartal waren aber erste Abschwächungen zu verzeichnen. Auch für die Biene Bank im Rheintal blieb das wirtschaftliche Umfeld im ersten Semester dieses Jahres anspruchsvoll – der Wettbewerb hielt an. Die tiefen Zinsen machen Druck auf die Hauptertragsquelle, das Zinsdifferenzgeschäft. Trotzdem hat die Biene Bank im Rheintal das erste Halbjahr ansprechend gemeistert.

Bilanzsumme um 2,3 % erhöht

Die Bilanzsumme erhöhte sich bis Mitte Jahr um 2,3 % auf 770,8 Mio. Franken. Das Wachstum im Hypothekarbereich wurde bewusst gedrosselt. Dies wegen verschiedener Warnsignale, die derzeit in den Medien verbreitet werden. Kreditgesuche werden auch zurückhaltender behandelt. Zudem sorgen die Aufsichtsbehörden mit einer Vielzahl an Massnahmen dafür, dass die Banken künftig über einen höheren Bestand an eigenen Mitteln verfügen müssen. Die Kundenausleihungen sind entsprechend leicht um 1,4 % auf 680,3 Mio. Franken gesunken. Die Forderungen gegenüber Banken haben um 2,3 Mio. Franken oder 6,9 % nochmals zugenommen. Dagegen reduzierten sich die Finanzanlagen um mehr als die Hälfte. Bei den flüssigen Mitteln ist hingegen ein massiver Zuwachs auf 29,6 Mio. Franken zu verzeichnen. Die Kundengelder nahmen im ersten Semester weiter um 5,7 Mio. Franken zu und erreichen einen Stand von 534,8 Mio. Franken. Die Pfandbriefdarlehen wurden wegen der attraktiven Zinskonditionen um 13,4 Mio. Franken aufgestockt. Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung beträgt per 30. Juni 52,3 Mio. Franken oder 6,8 % der Bilanzsumme.

2,2 Mio. Franken Bruttogewinn

Bei unverändert tiefen Zinsen und hart umkämpftem Markt steigerte die Biene Bank den Zinserfolg gegenüber Vorjahresperiode um 10,3 % auf 4,9 Mio. Franken. Dies dank Bemühungen um qualitatives Wachstum. Zudem bewirkten ausgelaufene Absicherungstransaktionen eine Kostenentlastung. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte nicht gehalten werden; er schrumpfte um 3,3 % auf 503 000 Franken. Dafür stieg der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 12,1 % auf 297 000 Franken, und auch der übrige Erfolg konnte auf 245 000 Franken oder um 30,3 % gesteigert werden.

Bei den Kosten reduzierte sich der Personalaufwand um 1,3 % auf 1,83 Mio. Franken. Demgegenüber stieg der Sachaufwand infolge erster Abschreibungen auf dem Informatikprojekt von letztem Jahr auf 1,95 Mio. Franken oder um 5,9 %. Der Bruttogewinn wird zum Semesterende mit 2,2 Mio. Franken oder mit einer Steigerung von 25,9 % gegenüber erstem Semester des Vorjahres ausgewiesen.

Generationenwechsel vollzogen

Der letztes Jahr gestartete Generationenwechsel fand seine Fortsetzung im April, als der langjährige Direktor Simon Federer in den Ruhestand trat. Nach der Generalversammlung hat René Bognar die Gesamtverantwortung übernommen. Urs Handermann aus Marbach, Leiter Services, ist per April in die Geschäftsleitung berufen worden. Die Biene Bank bietet derzeit vier Lernenden einen Platz für die Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann. Im Frühsommer hat Lars Hartert seine Lehre mit der hervorragenden Note 5,3 mit Berufsmaturität abgeschlossen.

Für Zukunft gerüstet

Die Clientis-Banken haben sich für ihre Zukunft gerüstet. 15 Institute setzen eine Strategie um, die darauf abzielt, die Erträge zu steigern und Kosten zu sparen, um so dem anhaltenden Druck auf die Rentabilität zu begegnen. Die Aktivitäten betreffen neben dem Kerngeschäft Hypothekarfinanzierungen vor allem die Geschäftsfelder Anlegen und Vorsorge. Die Kundenbeziehungen werden damit intensiviert. Man baut dabei auf dem bisherigen erfolgreichen Geschäftsmodell des Vertragskonzerns mit dezentralem, dafür kundennahem Vertrieb, der Zusammenarbeit im rückwärtigen Bereich und der gemeinsamen Dachmarke auf. (pd)

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