Gute Zahlen und beste Stimmung

Knapp 1600 Aktionäre und Gäste begrüsste die Leitung der Alpha Rheintal Bank am Samstag in der Widnauer Aegeten-Sporthalle zu ihrer 13. Generalversammlung. Mit dem Geschäftsjahr 2012 und einem Gewinn von 6,49 Mio. Franken waren Bankleitung und Aktionäre zufrieden.

Kurt Latzer
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Thomas Gerosa, Verwaltungsratspräsident der Alpha Rheintal Bank (rechts oben), und der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Stefan Frei, freuten sich, so viele Aktionärinnen und Aktionäre in der Aegeten-Sporthalle in Widnau begrüssen und ein gutes Geschäftsjahr präsentieren zu können.

Thomas Gerosa, Verwaltungsratspräsident der Alpha Rheintal Bank (rechts oben), und der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Stefan Frei, freuten sich, so viele Aktionärinnen und Aktionäre in der Aegeten-Sporthalle in Widnau begrüssen und ein gutes Geschäftsjahr präsentieren zu können.

WIDNAU. Hätte die Politische Gemeinde Widnau mit dem Einbau eines zusätzlichen Notausganges nicht die Sicherheit erhöht, hätte die Alpha Rheintal Bank ihre 13. GV woanders durchführen müssen. «Unsere Bank hat sich mit einem massgeblichen Betrag an den Kosten beteiligt», sagte Thomas Gerosa, Verwaltungsratspräsident der Alpha Rheintal Bank nach der Begrüssung der Aktionäre und Gäste.

Turbulentes Jahr

Das Geschäftsjahr 2012 bezeichnete er als turbulent, geprägt von der Angst um das Ende des Euro, vom Zusammenbruch der Bank Wegelin, von den schwierigen Verhandlungen zu den Steuerabkommen oder der Libor-Affäre der UBS. «Wir haben es mit einem grundlegenden Klimawandel zu tun, die Finanzwirtschaft ändert sich», sagte Gerosa. Einfach «Sturmschäden» aufzuräumen und weiterzumachen wie bisher, das gehe nicht mehr. Die Probleme aber bieten einer Bank wie der Alpha Rheintal Bank auch Chancen. Gerade in unsicheren Zeiten sei das Bedürfnis nach stabilen finanziellen Verhältnissen gross, der Wunsch nach Schutz der finanziellen Privatsphäre stärker denn je. Gerosa: «Der Wandel bietet einer verlässlichen, beständigen und bodenständigen Regionalbank mit gelebter Kundennähe nachhaltige Perspektiven.» Unter den heutigen Marktverhältnissen geniesse die Alpha Rheintal Bank hohes Vertrauen. Das Aktionariat sei in den vergangenen Jahren ständig gewachsen und betrage mittlerweile 4769 Mitglieder.

Eigenkapital stärken

Wie der VR-Präsident sagte, habe es bei den Kundenausleihungen und bei den Kundengeldern ein Wachstum gegeben. Der Jahresgewinn der Alpha Rheintal Bank liege mit 6,5 Mio. Franken über den Erwartungen. Die Bank schütte dieses Jahr eine Dividende von neun Franken aus, im Vorjahr waren es zehn Franken. «Mit dieser Massnahme können wir die Eigenmittel äufnen und das Eigenkapital auf über 130 Mio. Franken aufstocken», verkündete Thomas Gerosa. Die Stärkung der Eigenmittel liege langfristig betrachtet im Interesse der Aktionäre und der Bank. Die langfristige Strategie der Alpha Rheintal Bank sei, die Eigenmittel kontinuierlich zu erhöhen und den Aktionären eine attraktive Dividende zu zahlen. Schliesslich dankte er allen Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen und der Geschäftsleitung mit den rund 80 Angestellten für die hervorragende Arbeit.

Verwaltungsrat bestätigt

Auch Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Alpha Rheintal Bank, ging kurz auf das turbulente Geschäftsjahr 2012 ein. «Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten», zitierte Frei Thomas von Aquin, «wir alle auf der Alpha Rheintal Bank haben hart gearbeitet.» Die Bilanzsumme sei um 75,3 Mio. Franken, die Kundenausleihungen um 88,8 Mio., die Kundengelder um 55,3 Mio. und die Depotvolumen um 27,2 Mio. Franken gestiegen. Die Erträge aller Geschäftsbereiche seien auf über 27,3 Mio. Franken gestiegen.

Aufgrund der höheren Gesamterträge und einem nur leicht gestiegenen Geschäftsaufwand resultiere ein höherer Bruttogewinn von 11 Mio. Franken. Nach Abschreibungen, der Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie den Steuern von über 1,3 Mio. Franken verbleibe ein Jahresgewinn von 6,498 Mio. Franken. «Wir schlagen vor, 2,65 Mio. Franken als Dividende auszuschütten und 3,90 Mio. Franken den Reserven zuzuweisen», sagte Frei. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten allen Anträgen einstimmig zu.

Auch der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung wurden für ein weiteres Jahr bestätigt. «In den nächsten Jahren soll der Verwaltungsrat sukzessive verjüngt werden. 2014 wird ein Mitglied, 2015 und 2016 werden weitere Mitglieder vorgeschlagen werden», informierte Thomas Gerosa abschliessend.

Das Essen schmeckte, Reto Friedauer, Gemeindepräsident St. Margrethen, und Christoph Mattle, Leiter Amt für Mittelschulen (rechts), genossen die Unterhaltung – die Verwaltungsräte, der Verwaltungsratspräsident und der Leiter der Geschäftsführung freuten sich über ihre Wiederwahl. (Bilder: Kurt Latzer)

Das Essen schmeckte, Reto Friedauer, Gemeindepräsident St. Margrethen, und Christoph Mattle, Leiter Amt für Mittelschulen (rechts), genossen die Unterhaltung – die Verwaltungsräte, der Verwaltungsratspräsident und der Leiter der Geschäftsführung freuten sich über ihre Wiederwahl. (Bilder: Kurt Latzer)

Die Stimmung war ausgelassen: Viele Aktionäre nahmen die GV auch zum Anlass, sich mit Bekannten und Verwandten zu treffen und sich zu amüsieren.

Die Stimmung war ausgelassen: Viele Aktionäre nahmen die GV auch zum Anlass, sich mit Bekannten und Verwandten zu treffen und sich zu amüsieren.

Traditionsreich wie die GV selbst ist der am Anlass ausgeschenkte «Bernecker». Dies wusste auch der Rheinecker Treuhänder Peter Schwotzer zu schätzen. Und der Service des «Ochsen»-Teams, Berneck, war sensationell.

Traditionsreich wie die GV selbst ist der am Anlass ausgeschenkte «Bernecker». Dies wusste auch der Rheinecker Treuhänder Peter Schwotzer zu schätzen. Und der Service des «Ochsen»-Teams, Berneck, war sensationell.

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