Gute Gründe für einen höheren Steuerfuss

Dank unerwartet hohen Eingängen von juristischen Personen können viele politische Gemeinden den Steuerfuss senken. Davon profitieren die Kirchgemeinden nicht, denn sie erheben nur Steuern von natürlichen Personen.

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DIEPOLDSAU. An der Vorversammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern von vorgestern Donnerstag gab die vorgesehene Steuererhöhung von 23 auf 25 Prozent zu reden. Einige Votanten wiesen auf die sinkenden Steuerfüsse der politischen Gemeinden hin. Kassier Lukas Kuster zeigte, dass das günstige Steuerklima vorwiegend den juristischen Personen, also den Unternehmen, zu verdanken ist. «Da wir lediglich Steuern von natürlichen Personen erheben, können wir von diesem Trend nicht profitieren.» Der Verzehr des Vermächtnisses von Anna Kuster-Krieg sei eine nicht nachhaltige «Subventionierung» fehlender Steuereinnahmen. Selbst bei einem Steuerfuss von 25 Prozent rechnet die Kirchgemeinde mit einem jährlichen Defizit von rund 100 000 Franken. «Wir wollen uns nicht runter hungern, sondern kommenden Generationen eine gesunde Kirchgemeinde weitergeben», so Kuster.

Präsidentin Käthi Witschi fasste die wesentlichen Punkte aus dem Amtsbericht anschaulich zusammen. Erfreulich ist, dass die Renovationskosten an der Kapelle 13 Prozent unter dem budgetierten Betrag von 881 000 Franken liegen. Allerdings muss die Heizungs-Situation verbessert werden. Mit dem Architekten wird nach Lösungen gesucht. Leider tritt Kivo-Mitglied Judith Hutter zurück. Der Diepoldsauer Patrick Weder übernimmt die Vertretung in der Synode von Sonja Kehl, die nach zwölf Jahren zurücktritt. Beim Ausbauprojekt am Pfarrhaus Widnau wünscht sich die Bürgerschaft eine besser nutzbare Balkonfläche und einen platzsparenderen, sichereren Treppenabgang in den Garten. (pd)