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Güselablage ärgert A-Treff-Leiterin

Unbekannte entsorgen ihr Sperrgut immer häufiger vor der Türe der Institution an der Berneckerstrasse. Der A-Treff, der auf jede Spende angewiesen ist, bleibt – wie kürzlich wieder – auf den Entsorgungskosten sitzen.
Kurt Latzer
Silvia Meile ist Leiterin des A-Treffs in Heerbrugg. Sie freut sich über jede Spende, nicht aber über Sperrgut, kaputte und dreckige Kleider und Schuhe, die Leute vor dem Eingang der Institution deponieren. (Bild: Kurt Latzer)

Silvia Meile ist Leiterin des A-Treffs in Heerbrugg. Sie freut sich über jede Spende, nicht aber über Sperrgut, kaputte und dreckige Kleider und Schuhe, die Leute vor dem Eingang der Institution deponieren. (Bild: Kurt Latzer)

70 bis 75 Personen kommen jede Woche zum A-Treff, mit dessen Unterstützung sie ihren Speisenzettel bereichern können. Es sind ausnahmslos Sozialhilfeempfänger, die an vier Tagen in der Woche günstig Lebensmittel beziehen dürfen.

Kleider, Schuhe und dergleichen gibt es an den Montagen, Donnerstagen und Freitagen. Neben den Lebensmittellieferungen von Grossverteilern und Detaillisten ist der A-Treff auf finanzielle Hilfe angewiesen, auch Sachspenden sind auf Voranmeldung willkommen. «Leider stellen Leute immer häufiger Waren vor der Haustür ab – auch Kleider und Schuhe – die in einem erbärmlichen Zustand sind», sagt Silvia Meile, Stellenleiterin des Heerbrugger A-Treff. Bis zu zehn 60-Liter-Säcke müsse man jede Woche entsorgen.

Für A-Treff kommt Entsorgung teuer

Noch mehr ärgert Silvia Meile das Sperrgut, das sie in letzter Zeit immer öfter vor dem A-Treff findet. Zumal beim Eingang auf einem Schild deutlich zu lesen ist: «Das Deponieren ist verboten.» «Letzte Woche lagen neben Plastikteilen und vier Metallstangen auch kaputte Pfannen sowie alte Kleider, die gestunken haben, vor der Tür», sagt die A-Treff-Leiterin.

"Wir wollen keine dreckigen und kaputten Kleider. Auch die Ärmsten haben eine Würde."

Zum Glück habe ihr jemand geholfen, die sperrigen Sachen einzuladen und zu entsorgen. Und als ob der Mehraufwand nicht gereicht hätte, musste Silvia Meile für den «Sperrmüll» bezahlen. «Das schmerzt doppelt, weil wir auf jeden Franken angewiesen sind und weniger Spenden eingehen», sagt Silvia Meile. Die kaputten und dreckigen Sachen, mit denen es das Team hin und wieder zu tun bekommt, stimmt die A-Treff-Frau der ersten Stunde traurig. «Diejenigen, die uns besuchen, sind arm. Aber auch sie haben eine Würde», sagt Silvia Meile.

Auch keine gute Ware vor die Tür stellen

Und dann sind da die Personen, die sich an den Waren des A-Treffs vergreifen, ohne dazu berechtigt zu sein oder die Dinge zu benötigen. Die Diebe lauern neben dem Eingang der Heerbrugger Institution, bis jemand etwas hinstellt, das den Dreisten lohnend erscheint. «Wir bitten alle Leute, die bei uns etwas abgeben möchten, nichts vor die Tür zu stellen. Auch nicht kurz», sagt Silvia Meile. Vor nicht einmal zwei Wochen wollte jemand einen Kindertraktor und einen kleinen Lastwagen beim A-Treff abgeben. Beides in tadellosem Zustand. «Eine Frau, die vor der Tür stand, ging auf die Person zu und sagte, sie könne die Sachen brauchen», sagt die A-Treff-Leiterin. Daraufhin habe die Lieferantin die Spielsachen übergeben, weil sie annahm, es handle sich um eine bedürftige Frau aus dem A-Treff. Mindestes einen der dreisten Diebe kennt die A-Treff-Leiterin.

Das Mass ist endgültig voll

Sie scheue sich in Zukunft nicht, die Betreffenden bei der Polizei anzuzeigen. Weil das Mass nach dem Vorfall vor gut einer Woche endgültig voll sei.

Hinweis: Bis Ende August ist der A-Treff in Heerbrugg nur dienstags für die Lebensmittelabgabe geöffnet.

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