Günstigste Variante: Sanieren

An der Schulbürgerversammlung der Primarschulgemeinde befinden die Stimmberechtigten über das Gutachten und den Antrag Sanierung Kindergarten Burgwies, Oberriet.

Rösli Zeller
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Die Kindergartenanlage Burgwies soll total saniert und der heutigen Zeit angepasst werden. (Bild: Rösli Zeller)

Die Kindergartenanlage Burgwies soll total saniert und der heutigen Zeit angepasst werden. (Bild: Rösli Zeller)

OBERRIET. Das wichtigste Traktandum ist der Antrag für die Kindergarten-Sanierung in Oberriet, wie dem neuesten Amtsbericht der Primarschulgemeinde Eichenwies, Kriessern, Montlingen, Oberriet entnommen werden kann. Der Gesamtsteuerbedarf liegt im Rahmen des letzten Jahrs. Aktuell werden an den vier Schulstandorten 735 Kinder unterrichtet. Verschiedenen Lehr- und Hauswartpersonen konnte der Schulrat zu Arbeitsjubiläen gratulieren.

Hoher architektonischer Wert

Der Kindergarten, erbaut Anfang der 70er-Jahre, stellt nach Ansicht der Planer einen hohen architektonischen Wert der damaligen Zeit dar und soll deshalb geschützt werden. Die Sanierungsmassnahmen sollen einen Weiterbetrieb des Kindergartens für rund 40 Jahre ermöglichen. Die Sanierung inklusive der Anliegerwohnung ist mit 1,98 Mio. Franken veranschlagt. Es soll nach Möglichkeit der Minergie-Standard erreicht werden. Sanieren ist wirtschaftlich die günstigere Variante als ein Neubau, der auf 3,01 Millionen Franken geschätzt wird. Die Investitionskosten gehen bei einer Zustimmung zu Lasten der Investitionsrechnung. Sie sind ab 2016 innerhalb von 25 Jahren abzuschreiben.

Rechnung und Steuerbedarf

An den vier Schulanlagen wurden im vergangenen Jahr verschiedene Unterhalts- und Investitionsarbeiten ausgeführt. Die Gesamtkosten für die Sanierung Kindergarten/Ringerzentrum Kriessern, belaufen sich auf gut 99 000 Franken.

Die Rechnung 2013 schliesst mit einem Minderaufwand von knapp 320 000 ab. Der voraussichtliche Steuerbedarf für das laufende Jahr beträgt 12 376 300 Franken. Dies entspricht einem Mehrbedarf gegenüber 2013 von 109 300 Franken.

Kindern Leitplanken geben

In seinen einleitenden Worten setzte sich Schulratspräsident Karl Loher mit dem Thema «Lehrplan 21» auseinander. Der Unterricht sei einem steten Wandel unterworfen. Er müsse den neuen Anforderungen der Arbeitswelt und der Technik gerecht werden. «Aber wo bleibt der <Lehrplan 21> für die Eltern?», fragte Loher. Eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sei die Basis für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Ob es einfacher sei, die Verantwortlichkeit der Schule zuzusprechen, als die Aufgaben der Eltern näher zu definieren, lautet eine weitere Frage, mit der sich der Präsident auseinandersetzt. Der elterliche «Lehrplan» könnte zum persönlichen Leitfaden für die Eltern werden und damit auch zu einem erfolgreichen Schulerlebnis beitragen.

Die Schulbürgerversammlung ist am Montag, 24. März, um 20 Uhr in der MZH Burgwies in Oberriet.

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