Günstigen Gewerberaum bereitstellen

Die Gemeinde Widnau und das Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners planen ein gemeinsames KMU-Zentrum auf dem ehemaligen Viscose-Fussballplatz. Die Idee: Kleine Firmen können sich ihre Räume (günstig) selber bauen, statt (teuer) mieten. Projektverantwortlicher ist Architekt Jesco Hutter.

René Schneider
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Die Gemeinde Widnau und das Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners planen ein gemeinsames KMU-Zentrum auf dem ehemaligen Viscose-Fussballplatz. Die Idee: Kleine Firmen können sich ihre Räume (günstig) selber bauen, statt (teuer) mieten. Projektverantwortlicher ist Architekt Jesco Hutter.

Jesco Huttter, wer hatte die Idee zu diesem Projekt, das Schule machen könnte? Sie oder die Gemeinde?

Jesco Hutter: Beide. Die Gemeinde wollte auf ihrem eigenen Industrieland günstigen Gewerberaum realisieren und anbieten. Wir wollten für uns einen Büroneubau realisieren und überlegten, wie wir andere Interessenten einbeziehen könnten.

Gefällt es Ihnen nicht mehr im Black Office an der Autobahn?

Hutter: Doch. Es gefällt uns hier. Aber es ist eine Tatsache, dass wir wesentlich günstiger fahren, wenn wir eigenen Büroraum bauen als wenn wir Mieter sind. Das gilt auch für andere Gewerbler.

Sie wohnen privat im Black Office. Werden Sie umziehen?

Hutter: Das weiss ich noch nicht. Wir bauen auf Industrieland, und es ist nur sehr beschränkt möglich, dort zu wohnen.

Was kostet voraussichtlich der Quadratmeter im Gebäude?

Hutter: Wir sind am Kalkulieren. Er wird wohl irgendwo zwischen 2000 und 2500 liegen.

Wann ist Baubeginn?

Hutter: Sobald wir 50 bis 60 Prozent der Flächen verkauft haben. Ich rechne danach mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren.

Haben Sie schon Interessenten?

Hutter: Ja. Die Idee kommt erfreulich gut an. Wir haben auch Interessenten für grössere Flächen.

Die Art der Zusammenarbeit sei neu, schreibt die Gemeinde. Könnte das Beispiel Schule machen in anderen Gemeinden?

Hutter: Auf jeden Fall. Wichtig und besonders ist der ideelle Ansatz. Gewerbler können zu vernünftigen Preisen selber investieren statt teure Flächen mieten. In den Städten gibt es bereits Beispiele für diese Art der Realisation von Gewerberaum, auf dem Land noch kaum.

• RHEINTAL 3