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Guckloch-Fahrten können teuer enden

Wer mit vereisten Scheiben oder Schnee auf dem Auto fährt, muss mit hohen Bussen und einem Eintrag ins Strafregister rechnen.
Elmedin Hasanbasic

Seit Tagen liegen die Temperaturen in der Region vor allem frühmorgens im Minusbereich. Die Besitzer von draussen geparkten Fahrzeugen kennen das: Über Nacht haben sich die Scheiben vereist. Doch das Büro wartet, die Zeit drängt. Die Scheiben werden nur rasch und unvollständig mit der Hand vom Eis befreit.

Dann passiert es: Kaum ist man losgefahren, steht die Polizei am Strassenrand und winkt einen aus dem Verkehr.

So ist es in den letzten zwei Wochen schon Dutzenden Autofahrern im Kanton ergangen. Sie wurden verzeigt. Bilder und Protokolle der Polizei werden der Staatsanwaltschaft zugestellt. Dort wird über das Ausmass der Strafe entschieden. Die Kosten für das Vergehen sind nicht gerade gering. «Im Normalfall beträgt die Busse zwischen 300 und 600 Franken», erklärt Roman Dobler von der Staatsanwaltschaft St. Gallen.

Wieder beim Nothelferkurs starten

Nebst dieser Busse droht eine weitere, die sogenannte Verbindungsbusse. Diese wird bei schweren Tatbeständen ausgesprochen.

Beispielsweise dann, wenn jemand nur mit einem kleinen Guckloch fährt und sämtliche weiteren Scheiben beschlagen, vereist oder mit Schnee bedeckt sind. Die Verbindungsbusse hat es in sich. Die Folgen sind ein Eintrag im Strafregister, eine Geldbusse und eine zusätzliche Geldstrafe. «Zudem entscheidet das Strassenverkehrsamt unabhängig von uns, ob der Führerausweis entzogen wird», sagt Roman Dobler.

Georges Burger vom kantonalen Strassenverkehrsamt erklärt, wie ungemütlich die Lage für die fehlbaren Lenker werden kann. «Fährt jemand nur mit einem Guckloch, droht ihm ein Führerausweisentzug von mehreren Monaten», sagt Burger. Jeder Fall werde aber einzeln beurteilt, sei es doch ein Unterschied, ob jemand mit einem Guckloch auf der Autobahn oder «nur» auf einem Parkplatz unterwegs sei. Hart treffen können solche Vergehen auch jene Lenker, die ihren Führerausweis auf Probe haben. «Wird ein Lenker auf Probe wegen zu schnellem Fahren verzeigt und kurz danach auch noch mit beschlagenen Scheiben erwischt, kann dies zur Annullation des Führerausweises führen», erklärt Burger. Hinzu kämen eine einjährige Fahrsperre und Administrationsgebühren in Höhe von mehreren Hundert Franken. «Im schlimmsten Fall beginnt der Fehlbare wieder beim Nothelferkurs.» Polizeisprecher Hanspeter Krüsi erklärt, in welchem Zustand das Fahrzeug vor der Fahrt sein muss: «Der ganze Wagen muss vom Schnee befreit sein. Zudem müssen die Front- und die vorderen beiden Seitenscheiben frei von Eis sein.» Die Rückscheibe dürfe beschlagen sein, sofern die Seitenspiegel den Blick nach hinten ermöglichten.

Im Gesetz stehen keine Masse zu Schneehöhen, ab denen man sich strafbar machen würde. «Wir müssen hier den gesunden Menschenverstand walten lassen», sagt Krüsi. Herrscht während der Fahrt starker Schneefall, berücksichtige dies die Polizei selbstverständlich.

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