GRUNDSTEINLEGUNG: Mit Goethes Hilfe wird’s gelingen

Auf dem «Arena»-Areal in Buriet ist das neue Depot für den Sicherheitsverbund Rheineck- Thal-Lutzenberg im Bau. Eine Sandsteintafel mit Inschrift wird an das gemeinsame Projekt erinnern.

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Thals Gemeinderat Werner Reifler, der Rheinecker Stadtpräsident Hans Pfäffli und Gemeinderat Werner Schluchter, Lutzenberg (von links), mit der Tafel, die im Boden verankert wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

Thals Gemeinderat Werner Reifler, der Rheinecker Stadtpräsident Hans Pfäffli und Gemeinderat Werner Schluchter, Lutzenberg (von links), mit der Tafel, die im Boden verankert wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

So sicher wie das Amen in der Kirche ist, so sicher wird bei einer Grundsteinlegung Johann Wolfgang von Goethe zitiert. Gestern Mittag etwa mit einem Augenzwinkern von Thals Gemeinderat Werner Reifler. «Man feiere nur, was glücklich vollendet ist», habe der Dichter einst geschrieben. Doch ein so ehrwürdiger Akt wie die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrdepot dürfe dennoch gefeiert werden. Reifler ­erinnerte an die lange Geschichte des Ortes, wo nun das Depot für den Sicherheitsverbund Rhein­eck-Thal-Lutzenberg (RTL) entsteht. Etwa an die Beiz mit der legendären «Rank-Marie» oder die Disco «Arena».

Das voraussichtlich in einem Jahr eröffnete Depot für die RTL diene nach der Fertigstellung einer Region mit 11000 Menschen. 110 Frauen und Männer würden dann 120 Übungen und vermutlich ebenso viele Einsätze absolvieren. Spätestens dann könne man von einer neuen Ära sprechen. Bildlich gemacht wurde dies gestern mit einer Sandsteintafel mit der Inschrift «Grundsteinlegung 17. Mai 2017». Diese wird im Eingangsbereich in den Beton der Bodenplatte ­eingelassen. «Drei Dinge sind an einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohlgegründet und dass es vollkommen ausgeführt sei», mit diesem Goethe-Zitat schloss Reifler und übergab das Wort an Architekt Markus Zbinden. Dieser nahm den Ball gekonnt auf. Das Depot werde in seiner Nutzung zweckmässig, robust und langlebig sein. Dennoch werde der Bau auch schön und als öffentlicher Baukörper erkennbar sein. Dazu beitragen wird die verglaste Torfront des Gebäudes, das acht Fahrzeugboxen beherbergen wird. Neben Büros, Materialräumen und weiterer Infrastruktur wird auch eine Garage für das Rettungsfahrzeug realisiert. Besonders wichtig sei, so Markus Zbinden, dass die zügige Wegfahrt für die Einsatzfahrzeuge garantiert sei.

Das Depot kostet 10,3 Millionen Franken. Mit einem Beitrag von 1,4 Millionen beteiligt sich die Gebäudeversicherungsanstalt. Der Anteil von Rheineck, Thal und Lutzenberg beläuft sich auf 8,9 Mio. Franken. Diese Kosten tragen die Gemeinden proportional zur Einwohnerzahl.

Rudolf Hirtl