Grosses Trainerpurzeln im Rheintaler Fussball

FUSSBALL. Nach zweieinhalb Jahren auf der Stapfenwis tritt Didi Metzler als Trainer per sofort zurück, auch sein Co-Trainer Ernst Capol hat demissioniert. Metzler begründet den Rücktritt mit beruflichen und familiären Gründen, der FC Rheineck hatte nicht damit gerechnet.

Yves Solenthaler
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Didi Metzler verlässt Rheineck. (Bild: ys)

Didi Metzler verlässt Rheineck. (Bild: ys)

FUSSBALL. Nach zweieinhalb Jahren auf der Stapfenwis tritt Didi Metzler als Trainer per sofort zurück, auch sein Co-Trainer Ernst Capol hat demissioniert. Metzler begründet den Rücktritt mit beruflichen und familiären Gründen, der FC Rheineck hatte nicht damit gerechnet. Damit haben sich in diesem Herbst schon vier Rheintaler Vereine von ihrem Trainer getrennt (oder umgekehrt) – obschon die sportliche Lage bei drei der vier Vereine nicht alarmierend ist.

FC Rheineck überrascht

«Wir sind überrascht worden», sagt Rheinecks Sportchef Franco Frisenda vor allem über den Zeitpunkt der Demission: «In zwei Wochen beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde – bis dann möchten wir den Nachfolger präsentieren.» Frisenda hält fest, dass die Trennung keine sportlichen Gründe hat: «Die Vorrunde ist gut gelaufen. Wir waren bereits in der Planung für den Frühling.» Mit einem ruhigen Jahreswechsel ist es in Rheineck vorbei, die Trainersuche hat Priorität. An den Rahmenbedingungen ändert sich für den neuen Trainer nichts: «Wir möchten den erfolgreich begonnenen Weg mit jungen Spielern aus dem eigenen Verein fortsetzen.» Allenfalls, sagt Frisenda, könne er sich eine etwas offensivere Ausrichtung der Mannschaft vorstellen: «Das Toreschiessen war in der Vorrunde unser Manko.» Sportchef Frisenda selbst, früher Trainer bei Au, Rheineck, Altstätten und Rüthi, steht nach eigener Aussage nicht zur Verfügung für die Nachfolge.

Didi Metzler hat seit Sommer 2013 zum zweiten Mal als Cheftrainer des FC Rheineck gearbeitet. Aktuell liegt die Städtli-Elf auf dem vierten Platz der 3. Liga, Gruppe 2. Das ist innerhalb den Erwartungen. 2014/15 war es in der Meisterschaft zwar nicht gelaufen, dafür hat sich Rheineck für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups qualifiziert. Und in der ersten Saison bei Metzlers zweiter Amtszeit verpasste der Verein nach einer phantastischen Rückrunde den Aufstieg in die 2. Liga nur knapp.

Der Rücktritt Metzlers überrascht – nicht nur den FC Rheineck. Im aktuellen Ranking der überraschenden Trainer-Trennungen nimmt er aber nur Rang 2 ein: Dass sich Au-Berneck von Aufstiegstrainer Pepi Memoli trennt, war noch weniger erwartet worden. Und auch die Trennung zwischen dem FC Rüthi und Andreas Lüchinger erschien nicht zwangsläufig.

Kommt's zur Rochade?

Bei so vielen Überraschungen ist nichts mehr auszuschliessen, selbst dass in der nächsten Vorrunde die gleichen Trainer bei den genannten drei Vereinen arbeiten: Lüchinger bei Au-Berneck, Metzler bei Rüthi und Memoli bei Rheineck.

Dagegen wetten, würde ich nicht.

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