Grosse Wünsche haben es schwer

Dass Rebsteins Bürgerschaft sowohl den Fuss- und Radweg als auch den Progy-Ausbau abgelehnt hat, überrascht nicht. Die Vorlagen waren sehr umstritten. In beiden Fällen lautete die Frage: Braucht es das?

Gert Bruderer
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Dass Rebsteins Bürgerschaft sowohl den Fuss- und Radweg als auch den Progy-Ausbau abgelehnt hat, überrascht nicht. Die Vorlagen waren sehr umstritten. In beiden Fällen lautete die Frage: Braucht es das?

Der neue Fuss- und Radweg hatte es besonders schwer – und fiel, mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 62,06 Prozent, entsprechend deutlich durch.

Der Progy-Ausbau war zwar auf besserem Weg, doch auch auf ihn wollen 51,57 Prozent der Abstimmenden lieber verzichten – und dies, obschon die fünf grossen Dorfvereine hinter dem Ausbau standen.

Der Progy-Ausbau scheiterte bereits an seiner Vorgeschichte. Vereine erfüllen zwar nach wie vor eine wichtige Aufgabe und können auf grossen Rückhalt zählen. Mit ihren Bedürfnissen stossen sie grundsätzlich auf offene Ohren. Damit die Bürgerschaft aber bereit ist, wie in Rebstein 4,6 Mio. Franken auszugeben, muss sie von der Sache überzeugt sein. Damit Wünsche erfüllt werden, müssen Wünschende von Anfang an mit einer Stimme sprechen. Sonst verkommt die Frage, ob es das Gewünschte wirklich braucht, zu einer rein rhetorischen.

gert.bruderer@rheintalmedien. ch