Grenzüberschreitender Humor

WIDNAU. Mit «Luschnouar Gschichta» unterhielt der Lustenauer Mundarthumorist Otto Hofer die Mitglieder an der Hauptversammlung des Kulturvereins Widnau.

Susi Miara
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Der Lustenauer Mundarthumorist Otto Hofer unterhielt mit Erzählungen und Anekdoten in urtiefstem Lustenauer Dialekt. (Bild: Susi Miara)

Der Lustenauer Mundarthumorist Otto Hofer unterhielt mit Erzählungen und Anekdoten in urtiefstem Lustenauer Dialekt. (Bild: Susi Miara)

Wenn der Lustenauer Mundarthumorist Otto Hofer seine humoristischen Erzählungen und Anekdoten in urtiefstem Lustenauer Dialekt zum Besten gibt, dann bleibt kein Auge trocken. So auch an der Hauptversammlung des Kulturvereins Widnau. Seine Geschichten aus früheren Zeiten, bestens vorgetragen, liessen bei manchen gute alte Zeiten aufleben. Seit er schreiben kann, habe er alles notiert, was ihm gefiel. Um die alten Geschichten zu verstehen, war bei manchen Ausdrücken aber auch ein kleiner Sprachkurs nötig. Wie nahe die beiden Gemeinden Lustenau und Widnau liegen, merkte man bei der wunderschönen Geschichte «Das gschmugglat Christkendli».

In dieser weihnachtlichen Schmugglergeschichte wird weder Kaffee noch «Schwizerback» über die Wiesenrainbrücke nach Lustenau gschmuggelt, sondern das Christkind, das seinen Pass im Schnee verloren hat. Dass darin auch die «Habsburg», damals noch ein Lebensmittelgeschäft, vorkam war das Tüpfchen auf dem «i».

Neue Widnauer Porträts

Der Präsident des Kulturvereins, Urs Sieber, erinnerte in seinem Jahresbericht an die vielen Anlässe, die während des Vereinsjahres vom Kulturverein organisiert und durchgeführt wurden. Enttäuscht zeigte er sich über das Interesse für die Gewinner des «Salzburger Stiers». Bereits zum 16. Mal wurde dieser Anlass durchgeführt und nur von einer kleinen Gruppe von 30 Zuschauern besucht. Speziell erwähnte er das «Widnauer Porträt-Kino», das Ende November erstmals stattfand.

Ausstellung mit Henri J. Bell

Am 29. Oktober ist Bänz Friedli, der Gewinner des «Salzburger Stiers 2015», zu Gast in Widnau. Urs Sieber appellierte an die Mitglieder, auch die weniger bekannten Künstler zu unterstützen und den Anlass zu besuchen. Dieses Jahr stellt Henri J. Bell seine naive Malerei in der Raiffeisenbank vor. Der gebürtige Widnauer lebt in Bouveret und hat bereits erfolgreich an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.

Zum Schluss bedankte sich Urs Sieber speziell bei der Politischen Gemeinde und der Ortsgemeinde sowie der evangelischen Kirchgemeinde für deren finanzielle Unterstützung, die dem Kulturverein ermöglicht, «das Kulturschaffen zu bewerkstelligen». Nur so sei es möglich, gesellschaftlich-kulturelle Anlässe zu vernünftigen Preisen zu organisieren und in Widnau und der Region ein Forum für Kreativität zu schaffen.