«Grand Hotel Stäpfli»

POLYSPORT. Kürzlich war in Berneck eine Sport- und Spielnacht. Danach übernachteten die 32 Mädchen und ihre sechs Leiterinnen in der Turnhalle Stäpfli.

Raffael Zanoni
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Win-win-Situation: Am Projekt «Sport- und Spielnacht» der angehenden Lehrerinnen hatten die Bernecker Primarschülerinnen ihren Spass. (Bild: pd)

Win-win-Situation: Am Projekt «Sport- und Spielnacht» der angehenden Lehrerinnen hatten die Bernecker Primarschülerinnen ihren Spass. (Bild: pd)

Schon im Vorfeld des Anlasses erhielt Organisatorin Lara Zünd positive Resonanz von den Kindern: «Als wir das Konzept in der Bernecker Primarschule vorstellten, waren die Jungen enttäuscht, dass nur Mädchen mitmachen dürfen.» Eine Übernachtung mit Schülerinnen und Schülern sei aber aufwendiger zu planen, da man beispielsweise die Schlafbereiche trennen muss. Deshalb entschieden sich die Studenten, die Veranstaltung nur für Mädchen anzubieten.

Praxisprojekt der PHSG

Geboren ist die Idee einer Sport- und Spielnacht an der pädagogischen Hochschule Rorschach. Im Rahmen eines Kurses setzen angehende Lehrer Projekte um, die in irgendeiner Form mit dem Schulbetrieb zu tun haben. Für die Balgacherin Lara Zünd lag es nahe, etwas in ihrer Region zu machen: «Da ich in Berneck Jugileiterin bin, habe ich einen guten Draht zu den Primarschülerinnen dort.» Zünd und ihre Studienkolleginnen Carla Bormann, Delia Bless, Victoria von Heeren, Sandra Rimle und Annette Tobler entschieden sich, das Konzept in der Stäpfli-Halle umzusetzen.

32 Mädchen machten mit

So trudelten am Freitagabend um 18 Uhr 32 Mädchen ein. Sichtlich motiviert, sich bis zur Nachtruhe um 22.15 Uhr auszutoben. Nach einem kurzen Kennenlern-Spiel wurden die Schülerinnen in Gruppen eingeteilt: Bei intensiven Runden «Schiffliversenken», «Matterhorn-Ball» und Fussball verdienten sie sich ihr Nachtessen.

Kurze Nacht

Auch danach wurde noch einmal gespielt. Etwas später als geplant, bezogen die Mädchen ihre selbst gebauten Schlafgemache, bestehend aus verschiedenen Matten. «Überhaupt war die Übernachtung in der Turnhalle der Höhepunkt für viele», sagt Leiterin Delia Bless. Es erstaunt deshalb nicht, dass eine ohnehin verspätet gestartete Nacht früh endete: Schon vor sechs Uhr waren die ersten Kinder wach und hielten die Leiterinnen auf Trab. Um 7.30 Uhr wurden die Mädchen von ihren Müttern und Vätern abgeholt, die sich bei den Studentinnen für das Engagement bedankten. Vermutlich hatten die Eltern mehr Schlaf als sonst. (pd)