Gönnerverein tat viel Gutes

Diskussionen über das Budget und den Voranschlag des Spitex-Gönnervereins Widnau gab es keine – vielmehr blickte man an der Hauptversammlung zufrieden zurück auf das aktive vergangene Jahr.

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Speditiv führte Präsident Patrick Dürr durch die Geschäftsliste der Hauptversammlung. (Bilder: mp)

Speditiv führte Präsident Patrick Dürr durch die Geschäftsliste der Hauptversammlung. (Bilder: mp)

WIDNAU. Kürzlich lud der Gönnerverein Spitex Widnau zur fünften ordentlichen Mitgliederversammlung ins «Metropol» ein. Zügig führte Präsident Patrick Dürr durch die Traktanden. Mit Auszügen aus ihrem Buch «Sticken und Beten» führte Jolanda Spirig anschliessend die Gäste durch die über hundertjährige Firmen- und Familiengeschichte des Rebsteiner Industriellen Jacob Rohner (1852 bis 1926) und seiner Nachkommen.

Zufrieden mit Vorstandsarbeit

Bei je 29 000 Franken Einnahmen und Ausgaben blieben per Ende Jahr 160 Franken in der Kasse. Der neue Voranschlag sieht etwa den gleichen Geschäftsverlauf vor. Die 120 Anwesenden hiessen denn auch die Rechnung 2015 und das Budget 2016 diskussionslos und einstimmig gut. Auch die allgemeine Umfrage wurde nicht genutzt, was ebenfalls von der Zufriedenheit der Mitglieder mit der Vorstandsarbeit zeugt.

Fahrdienst unterstützt

Der Rückblick des Präsidenten sowie das Programm 2016 machen deutlich, wie viel der Verein zugunsten der Spitex Widnau leistet. Finanziell unterstützt wurde und wird weiterhin vor allem der freiwillige Fahrdienst für die Bewohner des Hauses Augiessen, der Tagesstätten und der Alterswohnungen.

Beliebt bei den älteren Einwohnern von Widnau ist das jährliche Fasnachtskränzli im «Metropol»-Saal am Fasnachtsmontag. Und bei den jüngeren Vereinsmitgliedern ist der alljährliche Ausflug ein Highlight. 2015 führte er 145 Reiselustige über den Hirzel nach Hausen am Albis. Präventiv ist der Verein tätig durch die Organisation von medizinischen Vorträgen. Im vergangenen Jahr referierte Peter Ernst vom Spital Altstätten über Darmerkrankungen, dieses Jahr behandelt er das Thema Bluthochdruck.

Jolanda Spirig fesselte

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil gab die Rheintaler Autorin Jolanda Spirig einen Einblick in ihr neustes Werk «Sticken und Beten». Das lebendig geschriebene, mit vielen Bildern und Details aus Tagebüchern und Briefen illustrierte Buch vermittelt dem Leser eine Übersicht über mehr als hundert Jahre Familien- und Firmengeschichte. Sie beleuchtet das Wirken der Industriellen Rohner, Geser und Manser. Sie schildert die Gründung, den Aufstieg und schliesslich den Niedergang und den Verkauf der Jacob Rohner AG. Und sie zeichnet subtil, einfühlsam und doch humorvoll die Charakteren der Rebsteiner Fabrikantenfamilie nach. Eine Stunde fesselte Spirig ihre Zuhörer mit interessanten und aussagekräftigen Textstellen, mit ihrem profunden Sachwissen und mit Bild- und Filmmaterial aus dem Familienschatz der Rohners, Gesers und Mansers. (mp)

Jolanda Spirig las interessante und humorvolle Passagen aus ihrem Buch «Sticken und Beten». (Bild: Max Pflueger)

Jolanda Spirig las interessante und humorvolle Passagen aus ihrem Buch «Sticken und Beten». (Bild: Max Pflueger)

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