Glücksklee hat drei Blätter

Schmunzeln Sie jetzt ruhig. Ich bleibe dabei: Der echte Glücksklee hat genau drei Blätter!

Reinhard Paulzen Pfarreibeauftragter In Heerbrugg
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Schmunzeln Sie jetzt ruhig. Ich bleibe dabei: Der echte Glücksklee hat genau drei Blätter!

Glücksklee stammt aus Irland. Das Land mit den saftigen Wiesen und glücklichen Kühen. Weil es da so viel regnet. Drum gibt es da überall Klee! Und die alten Kelten in Irland waren fröhliche Leute und gute fromme Christen. Sie wissen: Das richtige Glück für uns Menschen, das kommt von dem, der Drei in Eins ist. Das ist unsere Glücksformel. Unser Gott ist ganz und gar Eins. Aber kein starrer Klotz. Sondern drei Personen. Vater, der vom Himmel her auf uns aufpasst. Sohn, der wie ein unsichtbarer guter Freund bei uns ist. Und die Liebeskraft, die Vater und Sohn verbindet, die in unsern Herzen und in unsern Häusern wohnt, die uns stark macht und uns tröstet: Gott Heiliger Geist.

Unser wirkliches Glück ist Gott und kommt von Gott. Gott Drei in Eins. Keine andere Pflanze hat so klar ein Blatt, in dem drei Blätter in einem sind. Nur der Klee. Das macht den Klee einzigartig.

Natürlich ist das Glück nichts Selbstverständliches. Etwas Besonderes. Drum wurde später auch der Klee mit vier Blättern zum Glücksklee. Aber ich suche mir am Dreifaltigkeitssonntag ein Dreiblättriges.

Pater Knauer weiss von einer jungen Frau, die mit dem Sohn – er war 2 1/2 Jahre alt – zum Geburtstag ihrer Mutter fährt. Sie kauft noch einen prächtigen Rosenstrauss. Sie kommt mit dem Jungen bei der Oma an und setzt ihn mit dem Blumenstrauss vor ihre Tür. Dann klingelt sie und geht ein wenig zur Seite.

Als die Oma öffnet, sieht sie nur den Kleinen. Mit einem Wort: «Da!» und mit einem etwas bockigen Gesicht streckt er ihr die Blumen hin. Für die Oma eine riesige Freude! Was der kleine Junge tat, war viel mehr, als er selbst verstehen konnte!

Die Oma und die Mutter waren immer ein Herz und eine Seele gewesen. Jetzt war der Junge in die Liebe zwischen den beiden aufgenommen. Er gehörte dazu.

Mit dieser Geschichte konnte Pater Knauer besser verstehen, was damit gemeint ist: Gott ist Drei in Eins. Gott ist dreifaltig. Wir Menschen können mit dem Verstand nicht kapieren, was Gott ist, genauso wenig wie der kleine Junge mit dem Blumenstrauss das kapieren konnte. Aber er gehörte jetzt mit dazu. Er war in die Liebe zwischen Oma und Mutter mit aufgenommen. So gehören wir dazu. Aufgenommen zwischen Jesus und seinem Vater in diese Liebe, die der Heilige Geist ist. Wir stehen vor Gott wie der kleine Junge mit seinem: «Da!» und mit seinem Blumenstrauss. Gott hat Freude an uns.

Und wir können Gott Freude machen.