Glücklicher Sieg für Seebuben

Das erwartet heiss umkämpfte Derby zwischen Staad und Rheineck brachte dem FC Staad mit 2:1 (0:1) einen knappen Sieg, der nicht ganz dem Spielverlauf entsprach.

Gerhard Huber
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Der FC Staad hatte im Nachbarschafts-Duell gegen Rheineck am Ende die Nase vorn. (Bild: Ulrike Huber)

Der FC Staad hatte im Nachbarschafts-Duell gegen Rheineck am Ende die Nase vorn. (Bild: Ulrike Huber)

Beide Mannschaften waren ohne richtige Erfolgserlebnisse letzte Woche in die neue Saison gestartet. Während der FC Rheineck zu Hause gegen Au-Berneck nur remisierte, was einer gefühlten Niederlage gleichkam, verlor der FC Staad auswärts gegen den FC Ruggell nicht nur mit 0:2, sondern auch Spielertrainer Adrian Rüst mit einer Gelb-Roten Karte.

Rheineck in Führung

So stand Rüst diesmal nur an der Seitenlinie und gab lautstark seine Kommandos. «Das Coachen von aussen ist für mich mühsam. Gleich mühsam wie unsere Spiele gegen die Rheinecker, weil wir dann üblicherweise immer einem Rückstand nachjagen müssen.» Tatsächlich gingen die Metzler-Schützlinge aus Rheineck in der 28. Minute durch Cesario Simone in Führung. Blamabel für die Seebuben, wie sich Simone gegen gleich zwei ihrer Verteidiger durchsetzen und zum Schuss kommen konnte. Ein Bogenschuss, der sich hinter Goalie Zulic ins Tor senkte.

Überhaupt war Rheineck in der ersten Halbzeit auf rutschigem Geläuf überlegen. Während bei Staad vieles in Kampf und Krampf bereits im Mittelfeld versandete, fanden die Rheinecker nach und nach ihre spielerische Linie und konnten Chiarello, Berisha und Simone teilweise schön kombinieren.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer starken Überlegenheit der Metzler-Truppe. Es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, dass sie ein weiteres Tor erzielte. Doch wie so oft im Fussball kam es anders: Mit dem ersten Torschuss in der zweiten Hälfte in der 58. Minute erzielte der nach einer präzisen Flanke von links im Strafraum vollkommen alleingelassene Michael Hausmann mit einer Direktabnahme den Ausgleich zum 1:1. Und die Seebuben wurden jetzt stärker, kamen wieder etwas ins Spiel.

Wütende Rheinecker Angriffe

Nur drei Minuten später erlaubte sich Rheinecks Di Gregorio ein Blackout. Anstatt den Ball aus dem eigenen Strafraum wegzubefördern, schob er die Kugel dem Staader Miodrag Sremac direkt vor die Füsse. Dieser hielt aus 20 Metern drauf und donnerte den Ball unhaltbar für Serdeira ins Lattenkreuz. Es folgten wütende Angriffe der Gäste, ganze Eckball-Serien brachten aber nichts mehr. Ljatifi vergab allein vor dem Tor eine Grosschance. Und der ansonsten sehr gute Schiedsrichter Bognar verweigerte den Gästen einen wohl berechtigten Penalty – Chiarello erhielt dabei die Ampelkarte, weil er nicht mehr aufhörte zu reklamieren. Staad siegte in einem auf gutem Niveau stehenden Spiel mit 2:1 gegen Rheineck.