Glücklich zum Sieg

St. Margrethen zeigte nach frühem 0:2-Rückstand gegen Kreuzlingen viel Moral und siegte 4:2.

Günther Böhler
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FUSSBALL. Im Vorjahr herrschte zwischen den Hausherren aus St. Margrethen und den Gästen aus Kreuzlingen noch ein Zwei-Klassen-Unterschied. Und diesen bekamen die 200 Fans zu Beginn auch deutlich zu sehen. Die Gäste vom Bodensee bestimmten das Spiel nach Belieben, und nach nur acht Minuten stand ein 0:2 auf der «fiktiven» Anzeigetafel der Rheinau. Der neue Stürmer des Absteigers, Rabia Ouahdani, staubte zunächst nach einem Abpraller (3.) von Keeper Fabio Staudacher ab, und bei Treffer Nummer zwei setzte er völlig alleingelassen den Ball in die Maschen. Weitere Angriffe der Kreuzlinger folgten. In Minute 25 verhinderte die Querlatte, nach einem Armbruster-Distanzschuss, das 0:3.

Früher Wechsel

Jetzt wurde es St.-Margrether-Coach Michael Lehnherr zu bunt und er reagierte mit einem frühen Wechsel. Kushtrim Hajrullahu ersetzte Patrick Berisha und kombiniert mit einigen Umstellungen, Spezialbewachungen inkludiert, nahm das Spiel des Aufsteigers plötzlich Fahrt auf. Nach einer halben Stunde sorgte Renato Fusco nach schöner Vorarbeit von Ueverton Da Silva für den Anschlusstreffer. Kurz darauf schlug der eingewechselte Hajrullahu – so könnte ab jetzt der neue Torjubel in St. Margrethen lauten – erstmals zu. Von Kreuzlingen war nun nichts mehr zu sehen. Dies blieb auch nach dem Wechsel, bis auf ein kurzes Aufbäumen, so. Ganz anders die Lehnherr-Truppe, die mit viel Elan weitermarschierte. Und in der 50. Min. hiess es erneut: Hajrullahu! Mit einer Direktabnahme verwertete der 20-Jährige eine Fusco-Flanke von der linken Seite zur 3:2-Führung.

Wechselspieler stach wieder

Kurz danach verhinderte Staudacher nach einem Abwehrfehler den Ausgleich durch Ouahdani (57.), und auch als Antonio Mihaylov (74.) allein vor ihm auftauchte, blieb er Sieger. Dazwischen und danach hatten Da Silva und Co. Chancen für die Vorentscheidung, die in Minute 77 dem eingetauschten Danijel Agatic mit dem 4:2 gelang. Lehnherr, der neue Mann auf der Bank des FC St. Margrethen, hatte also erneut ein glückliches Händchen. Apropos Händchen: Dieses bekam Da Silva in der Schlussphase von Damian Gimenez ins Gesicht, der somit genug Platz unter der Dusche hatte. «Die ersten 20 Minuten hatte ich Angst, dass wir in ein Debakel laufen. Dann haben wir uns mit viel Moral <zurück gebissen>. Ein grosses Kompliment an die Mannschaft. Ich bin sehr stolz», so Lehnherr, der mit seinem Team weiter ungeschlagen bleibt.

2. LIGA INTER. GRUPPE 6

St. Margrethen – Kreuzlingen 4:2 (2:2)

Rheinau – 200 Zuschauer – SR: Bannwart.

Tore: 3. Ouahdani 0:1, 8. Ouahdani 0:2, 30. Fusco 1:2, 34. K. Hajrullahu 2:2, 50. K. Hajrullahu 3:2, 77. Agatic 4:2.

St. Margrethen: Staudacher; Antunes, Gashi, Shoshi, Berisha (27. K. Hajrullahu), Gulan, Bastah, Kreshnik (76. Memeti), Morina, Fusco (61. Agatic), Da Silva.

Kreuzlingen: Schmid; Beran (80. Ricciardi), Zinna, Armbruster, Mihaylov (83. Marena), Gimenenz, Strohm , Saccone, Misic, Bellon (74. Stefanovic), Ouahdani.

Gelbe Karten: 23. Misic (Foul), 31. Bastah (Foul), 35. Morina (Foul), 55. Gulan (Foul), 80. Saccone (Unsportlichkeit).

Rote Karte: 90. Gimenez (Tätlichkeit).

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