Glögglifrosch kehrt zurück

In der Lahmern oberhalb von Altstätten sind wieder Geburtshelferkröten zu hören.

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Fortpflanzungsgewässer mit Landlebensräumen für die Geburtshelferkröte in der Lahmern zeigen die gewünschte Wirkung.Bild: pd

Fortpflanzungsgewässer mit Landlebensräumen für die Geburtshelferkröte in der Lahmern zeigen die gewünschte Wirkung.Bild: pd

Die stark gefährdete Amphibienart kam bis in die Achtzigerjahre im Gebiet vor. Danach verstummte ihr markanter, glockenartiger Ruf, welcher ihr den Mundartnamen Glögglifrosch eingetragen hat.

Dank eines ökologischen Aufwertungsprojekts, das der Verein Pro Riet Rheintal 2017 gemeinsam mit der Rhode Kornberg umgesetzt hat, ist er nun wieder zu hören. Diesen Sommer muss eine spontane Wiederbesiedlung stattgefunden haben. Zwei Anwohner haben diesen Juli jeweils vier bis fünf rufende Individuen ausmachen können.

Glögglifrosch braucht Landverstecke

Woher die Rufer stammen, bleibt unklar. Sicher ist aber, dass sie in der Lahmern ausgezeichnete Fortpflanzungsbedingungen mit unterschlupfreichen Fortpflanzungsgewässern in unmittelbarer Nähe von Landverstecken vorfinden werden. Darauf ist der etwa fünflibergrosse Glögglifrosch auch angewiesen. Anders als andere Amphibien trägt nämlich das Geburtshelferkrötenmännchen die Laichschnüre bis zum Schlüpfen der Kaulquappen mit sich herum und hält sich dabei vor allem in steinigen Landverstecken auf. Mehr zur Biologie der Geburtshelferkröte ist auf der Vereinshomepage von Pro Riet (www.pro-riet.ch) zu erfahren.

Das Projekt wurde finanziert vom naturemade star Fonds von ewz und vom kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Ende Mai 2019 fand vor Ort ein Einweihungsanlass mit den Geldgebern und der Rhode Kornberg statt – damals allerdings noch ohne Zwischenrufe der Geburtshelferkröte. (pd)