Gilde ist auch Verpflichtung

Daniel und Melanie Wildhaber vom Restaurant Adler in Oberriet sind neu Mitglied der Schweizerischen Gilde etablierter Köche. Gestern Vormittag erfolgte die Übergabe des Labels.

Kurt Latzer
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Daniel Wildhaber (links) erhielt gestern Vormittag die Tafel «Gilde Restaurant», überreicht von Hansruedi Frischknecht, Ambassador der Gilden-Sektion Säntis und Inhaber des Restaurants Eintracht in Oberriet. (Bild: kla)

Daniel Wildhaber (links) erhielt gestern Vormittag die Tafel «Gilde Restaurant», überreicht von Hansruedi Frischknecht, Ambassador der Gilden-Sektion Säntis und Inhaber des Restaurants Eintracht in Oberriet. (Bild: kla)

Oberriet. Spätestens bei der Übergabe der Tafel «Gilde Restaurant» war Daniel Wildhaber gestern anzumerken, dass die Mitgliedschaft für ihn eine grosse Bedeutung hat. Erklärtes Ziel des 35-jährigen Gastronomen sei es dann auch, jedem Gast etwas Besonderes zu bieten, für Gaumen und Auge.

Nicht zwingend Haute Cuisine

Was genau muss besonders sein, damit man Mitglied der Gilde werden kann? «Eigentlich alles muss stimmen, das Ambiente, der Service und die Küche selbstverständlich. Meine Frau und ich sind so beispielsweise dazu übergegangen, uns nicht als Wirtepaar oder Gastronomen zu bezeichnen, sondern als Gastgeber», sagt Wildhaber. Die Mitgliedschaft bei der Schweizerischen Gilde etablierter Köche betreffend, möchte er mit einem Punkt aufräumen: «Beim Essen, das wir servieren, muss es sich nicht zwingend um Haute Cuisine handeln. Es kann sich auch um sehr einfache Gerichte handeln, die aber in aller Hinsicht top sein müssen.»

Verpflichtungen inklusive

Neben den verschiedenen Bedingungen, die es bei der Mitgliedschaft zu erfüllen gilt, muss auch ein ehrenamtlicher Einsatz geleistet werden. Hansruedi Frischknecht, Inhaber des Restaurants Eintracht, Oberriet, und Ambassador der Gilden-Sektion Säntis: «Die Mitglieder der Schweizerischen Gilde etablierter Köche leisten auch einen besonderen Einsatz zugunsten der Multiple-Sklerose-Gesellschaft Schweiz.»

Am alljährlichen Gilde-Kochtag werde an verschiedenen Standorten in der Schweiz, so auch im Rheintal, Risotto gekocht und verkauft. «Im vergangenen Jahr konnten der MS-Gesellschaft über 100 000 Franken überreicht werden», so Frischknecht. Aber auch andere humanitäre Hilfswerke wurden schon berücksichtigt, so die Krebsliga Schweiz.

Ein weiteres, spezielles Augenmerk der Gilde gelte der Förderung des beruflichen Nachwuchses.

Fünf Mitglieder im Rheintal

Wie Hansruedi Frischknecht betonte, gebe es mit dem Neumitglied Daniel Wildhaber im Rheintal nun fünf Gilden-Köche. Der Gilde-Kochtag finde dieses Jahr am Samstag, 3. September, statt, der Standort im Rheintal aber sei noch nicht fixiert. In früheren Jahren sei dieser in Altstätten durchgeführt worden.

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