GIGATHLON: Schnelles Rheintaler Team am Gigathlon

Die Widnauer Chantal (Schwimmerin), Sven (Läufer) und Alexander Schawalder (Radfahrer) sowie die Auer Chiara (City-Trail-Läuferin) und Markus Zoller (Mountainbiker) starteten als Team of Five unter dem Namen «Rheintalerlis».

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Mathias Nüesch wird Fünfter als Einzelsportler. (Bild: pd)

Mathias Nüesch wird Fünfter als Einzelsportler. (Bild: pd)

Der Start erfolgte am Samstagmorgen um fünf Uhr. Chiara Zoller absolvierte den City-Run über zwölf km in 64 Minuten souverän. Die Strecke führte quer durch Zürich, über zahlreiche Treppen und sogar durch die ETH Zürich. «Ich glaube, ich kann keine Treppen mehr sehen», meinte die STV-Au-Turnerin am Schluss lachend.

Beim anschliessenden Schwim- men (drei Kilometer) im ruhigen Zürichsee konnte Chantal Schawalder bereits nach 50 Minuten an ihren Vater übergeben. Die Radstrecke über 80 km rund um Zürich hatte es in sich mit 1200 ruppigen Höhenmetern. Und so wurde die angepeilte Zeit von Alexander Schawalder nicht ganz erreicht. «Mir fehlten eindeutig die kleinen Gänge», analysierte der Triathlet ernüchternd.

Athleten-Zeltlager musste evakuiert werden

In Uster, bei bereits 33 Grad, musste sich Sven Schawalder auf die 18 hügeligen Kilometer lange Laufstrecke begeben. Nach 1:26 Stunden konnte er an den wartenden Markus Zoller übergeben. Obwohl dem Biker die Sonne und der heisse Wind zu schaffen machten, erreichte er nach 60 Kilometern das Ziel unter drei Stunden. Das bedeutete für die Rheintaler den 48. Zwischenrang von über 420 Teams of Five. Auf die grosse Hitze folgte ein Gewittersturm, und so wurde das Athleten- Zeltlager kurzzeitig evakuiert. Am Sonntagmorgen um acht Uhr dann der Massenstart für die drei Kilometer im aufgewühlten Zürichsee. So manch ein Schwimmer hatte Mühe mit den Wellen und musste hart kämpfen.

Team war schneller als am Vortag

Auch Chantal Schawalder hatte auf der ersten Schwimmrunde Mühe, bis sie ihren Rhythmus fand und etwas schneller als am Vortag finishte: «Es war sehr schwierig, die Strecke zu finden, da sich eine Boje aufgrund der Wellen gelöst hatte», sagte die Schwimmerin sichtlich froh darüber, den Ausstieg erreicht zu haben. Ihr Bruder Sven Schawalder war bei angenehmen Temperaturen um einiges schneller unterwegs als am Samstag. Er brauchte für die 19 Kilometer nur 1:22 Stunden. «Cool – wir rannten durch die Bahnhofspassage und um die Touristen herum», erzählt er schmunzelnd. Für seinen Vater stand dann eine Radstrecke von 104 Kilometern auf dem Programm. «Irgendwie klebten immer ca. 20 Mitstreiter hinter mir.

Rang 48 auch am zweiten Tag verteidigt

Sie bedankten sich im Ziel für meine Führungsarbeit», sagte ein etwas abgekämpfter Alexander Schawalder, bevor er an Markus Zoller übergab. Dem Biker (59 km) lief es so gut, dass er während des Rennens sogar mit seinem Handy an seine Toch- ter schrieb «Bin schneller da». Die Schluss-Athletin nahm diesen Satz offensichtlich als Mot- to. Laufend durch Flussbette, Schlamm und Tunnels (12 Kilometer) erreichte sie nach 59 Minuten das Ziel und lief mit dem gesamten Team freudenstrahlend ein: Schlussrang 48. (pd)

Spitzenleistung von Nüesch

Gigathlon Was das Rheintaler Team zusammen absolvierte, spulte der Spitzenläufer in zwei Tagen eindrücklich alleine ab und erreichte den sensationellen fünften Platz mit einer Zeit von 17:57 Stunden. Es fehlten ihm nur fünf Minuten auf den zweiten Platz. «Mir kam es sehr entgegen, dass das Inlineskaten durch einen Lauf ersetzt wurde. Letztes Jahr fiel ich mit meinen akrobatischen Einlagen im Skaten immer wieder zurück», so der überaus strahlende Gigathlet. «Zudem hatte ich die tollste Unterstützung meiner Frau. Sie wusste immer, was ich gerade brauchte.» Das Rheintaler Team war beeindruckt von der Leistung des Balgachers: «Und immer hatte er noch ein Lachen für uns, wenn wir ihn anfeuerten.» (pd)