Gezeigt, was man hat und kann

Die Angehörigen der Feuerwehr Mittelrheintal (Diepoldsau, Widnau, Balgach) zeigten an ihrer Herbstübung für einmal nicht, wie sie arbeiten, sondern womit. Sie luden ihre Gäste auf das Widnauer SAW-Gelände zu einer Material-Schau.

René Schneider
Drucken
Teilen
Spezielle Rettung vom Dach der Nöllenbrücke. Der Retter und der Verletzte hängen zusammen am Seil. (Bilder: René Schneider)

Spezielle Rettung vom Dach der Nöllenbrücke. Der Retter und der Verletzte hängen zusammen am Seil. (Bilder: René Schneider)

WIDNAU. Das Bekämpfen und Löschen von Bränden ist lediglich eines von vielen Tätigkeitsfeldern der modernen Feuerwehr. Das zeigte die gestrige Material-Schau deutlich. Gespritzt wurde auf keinem der Demonstrationsposten, und Schläuche gab es einzig im Zusammenhang mit Hochwasserschutz zu sehen: Mit ihrer Hilfe werden die sogenannten Beaver mit Wasser gefüllt. Beaver sind grosse, aneinander gekoppelte Kunststoff-Schläuche, mit denen bei Überflutungen Oberflächenwasser zurückgehalten oder abgeleitet wird.

Rund um die Firma SAW am Binnenkanal zeigte die Feuerwehr Mittelrheintal gestern Abend etwa drei Dutzend Gästen auf einem zweistündigen Rundgang an zehn Posten ihr neuestes Material. Dazu gehören auch eine Wärmebildkamera, wasserdichte und wärmende Schutzanzüge für Wasserrettungen und andere Arbeiten im Wasser. Mit Pressluft zu füllende Hebekissen kann man tonnenschwere Lasten ein paar Zentimeter heben, damit etwa eine eingeklemmte Person geborgen werden kann.

Interessant war auch der Vergleich eines 20-jährigen Materialfahrzeugs mit einem der neuesten Generation. Augenfällig dabei war allein schon die Beleuchtung auf, am und über dem neuen Fahrzeug. Gezeigt wurde aber auch ein grosses, aufblasbares und innert wenigen Minuten einsatzbereites Sanitätszelt. Es kann zur Betreuung von Verletzten verwendet werden, aber auch nach Unfällen bei Regen, Schnee oder Kälte mit wenigen Helfern über die Unfallstelle gestellt werden. Nach den Demonstrationen im Freien wurde den Gästen im Depot das neue Einsatz-Unterstützungssystem vorgeführt. Es zeigt auf einem grossen Bildschirm allen Angehörigen der Feuerwehr laufend aktualisiert die «allgemeine Lage», also die Schadensorte, die Art der Aufgaben, wo welches Personal ist, wo das Material, die Fahrzeuge usw.