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Gewalt kreativ begegnen lernen

Jeder und jede kann handeln, wenn er oder sie Zeuge wird von Gewalt, Vandalismus, Anmache oder Übergriffen. Aber niemand soll versuchen, dabei als Polizist oder Held aufzutreten. Wie es geht, vermitteln Kurse in Heerbrugg und Altstätten.
René Schneider
Sie freuen sich als Projektleitende auf die beiden Anlässe: (v. l.) Ruedi Dörig, Stadtrat und Jugendbeauftragter in Altstätten; Petra Konrad, Gemeinderätin und Jugendbeauftragte in Balgach; Claudia Tobler vom Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal (SDM) und Ruedi Gasser, Jugendarbeit Altstätten. (Bild: René Schneider)

Sie freuen sich als Projektleitende auf die beiden Anlässe: (v. l.) Ruedi Dörig, Stadtrat und Jugendbeauftragter in Altstätten; Petra Konrad, Gemeinderätin und Jugendbeauftragte in Balgach; Claudia Tobler vom Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal (SDM) und Ruedi Gasser, Jugendarbeit Altstätten. (Bild: René Schneider)

Heerbrugg/Altstätten. Im Städtli wird eine Frau von Gleichaltrigen bedrängt. Am Bahnhof prügeln sich zwei Gruppen angetrunkener Jugendlicher. In der Unterführung sprayt einer die Wand voll. Im RTB-Bus wirft einer eine Eistee-Tüte zu Boden.

Es sind nicht immer Jugendliche, welche die Grenzen suchen, Grenzen übertreten und die Toleranz der Öffentlichkeit strapazieren. Aber oft.

An ungewöhnlichen, eindrücklichen und schon hundertfach erprobten Kursen können Erwachsene, Jugendliche und grössere Kinder demnächst in Heerbrugg und Altstätten lernen, wie man sich verhalten kann, wenn man Zeuge wird. Denn Taten können nur eingeschränkt, Opfer geschützt und Täter allenfalls verfolgt werden, wenn «die schweigende Mehrheit» Zivilcourage entwickelt und Einhalt gebietet.

Dafür muss man keine Risiken eingehen, erörterten die Veranstalter gestern an einer Medienorientierung zu den baldigen «Stattgewalt»-Rundgängen in Heerbrugg und Altstätten.

Oft reicht es, den Agierenden zu zeigen, dass sie gesehen werden, dass ihr Verhalten missbilligt wird, man kann die Polizei anrufen oder zusammen mit anderen Zeugen klar machen: So nicht! Dabei sind eher Selbstsicherheit, und Kreativität massgebend als Lärm, Schulmeisterei oder gar handfeste Gegengewalt.

An den Kursen (die für die Teilnehmenden gratis sind und etwa anderthalb Stunden dauern) lernt man mit Schauspielern, die realistische Szenen in Stadt und am Bahnhof spielen, wie man als Unbeteiligter agieren könnte (Kasten). Veranstalter sind die Jugendarbeit Altstätten zusammen mit dem Jugendnetzwerk SDM der Mittelrheintaler Gemeinden. Unterstützt werden die Kurse durch das Familienforum Altstätten, Rheintal Bus AG sowie das Amt für Soziales des Kantons St. Gallen.

Treffpunkte zu «Stattgewalt»- Rundgängen: Montag, 15. März, 16 und 20 Uhr, beim Rathaus Altstätten; Dienstag, 16. März, 15 und 19 Uhr am Bahnhof Heerbrugg. Anmelden: Jugendarbeit Altstätten, 071 755 68 15, ruedi.gasser@alt staetten.ch, oder Jugendnetzwerk SDM, 071 727 13 14, maya.dettwiler@s-d-m.ch

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