Gewässerunterhalt entscheidend

Die Unwetter-Ereignisse vom ersten Juni-Wochenende haben gezeigt, dass auch Rinnsale zu reissenden Gewässern werden können. Deshalb sind der Gewässerunterhalt und die Einhaltung der Gewässerabstände von grosser Bedeutung.

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Die Gemeinde Berneck hat seit August 2012 einen Plan von den Gemeindegewässern. (Bild: gk)

Die Gemeinde Berneck hat seit August 2012 einen Plan von den Gemeindegewässern. (Bild: gk)

BERNECK. Nur wenn dieser stattfindet und berücksichtigt wird, kann verhindert werden, dass mit dem Wasser Material mitgeschwemmt wird, das zu Verklausungen von Durchlässen und Brücken führt. In unserer Kulturlandschaft stellen wir hohe Anforderungen an die Gewässer. Einerseits dürfen sie nicht über die Ufer treten und ihren Lauf nicht verlagern, andererseits sollen sie ihre Funktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erfüllen. Der Gewässerunterhalt ist also unentbehrlich, um diese Ansprüche zu erfüllen. Nach Artikel 7 des Wasserbaugesetzes sind grundsätzlich die Grundeigentümer für den Unterhalt und die Wasserbaupflicht verantwortlich. Sie können auch für die Schäden belangt werden, die aufgrund von mangelhaftem Gewässerunterhalt entstehen.

Die Politische Gemeinde Berneck hat seit August 2012 einen Plan von den Gemeindegewässern. Dieser Plan wurde in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt erarbeitet und zeigt, für welche Gewässer die Gemeinde oder ein Drittunternehmen (etwa Perimeterunternehmen) verantwortlich sind. Für den Grossteil der Gewässer sind die Grundeigentümer und Anstösser verantwortlich. Der Plan liegt bei der Gemeinde Berneck auf, ist auf www.berneck.ch (Online-Schalter) ersichtlich und wird in den nächsten Tagen auch im Gemeinde-GIS (Geoinformationssystem auf der Website der Gemeinde) publiziert.

Die Politischen Gemeinden üben die Aufsicht über den Gewässerunterhalt aus. Vertreter der Gemeinde begehen in regelmässigen Abständen einzelne Bachabschnitte – besonders im Siedlungsgebiet. Es wird dabei unerlässlich sein, einzelne Privatgrundstücke zu betreten.

Nicht meldepflichtige Unterhaltsarbeiten: Als Gewässerunterhalt gelten Massnahmen, die erforderlich und geeignet sind, Gerinne und Ufer eines Gewässers sowie die Wasserbauwerke in einem guten Zustand zu erhalten, besonders: periodische Pflege der Ufervegetation; Entfernen von kleinen Böschungswülsten und anderen Hindernissen im Gerinne und an Ufern, wenn sie den Abfluss hemmen; Ausschöpfen von Gewässern, wenn der Schutz der Umgebung vor Überflutung es erfordert; Ausschöpfen von Kiesfängen; Unterhaltsmassnahmen an Schutzbauten und Durchlässen; Entfernen von Unrat. Allfällige Unterhaltsarbeiten sind möglichst schonend und nach den Regeln einer naturnahen Gewässerpflege durchzuführen.

Meldepflichtige Arbeiten am Gewässer: Meldepflichtig sind Unterhaltsarbeiten, wenn sie mit Eingriffen in die Sohle verbunden sind, die Entfernung von Ufervegetation vorsehen oder sie zeitlich beschränkte Änderungen des Wasserabflusses zur Folge haben. Ausserdem sind Bachverbauungen, Stützmauern, die Erstellung von Böschungen, Terrainveränderungen und Ähnliches bewilligungspflichtig. Weitere Auskünfte erteilt die Bauverwaltung.

Viele Mütter und Väter suchen eine familienergänzende Betreuung, und die Nachfrage nach Tagespflegeplätzen ist grösser als das momentane Angebot.

Tagesfamilien gesucht

Der Verein Tagesfamilien Mittelrheintal sucht deshalb laufend Tagesmütter, -väter, -omas oder -opas. Nähere Informationen erhält man auf der Homepage www.tagesfamilien-mittelrhein tal.ch, telefonisch bei Christa Frei, auf die Nummer 077 410 03 66 oder per E-Mail an christa.frei@ tagesfamilien-mittelrheintal.ch.

Treffen mit dem Gemeinderat Au

Der Gemeinderat hat sich letzte Woche mit dem Gemeinderat Au getroffen. In einem Austausch wurden Berührungspunkte der Gemeinden besprochen und der persönliche Kontakt zwischen den beiden Räten vertieft. Eines der Themen war die Zukunft der Wasserversorgung Berneck.

Der Präsident des ABRW, Stefan Suter, hat den Gemeinderat Berneck über den aktuellen Verfahrensstand betreffend dem Gesuch der Gemeinde Berneck um Aufnahme als Vollmitglied informiert. Beim gemeinsamen Nachtessen wurde die Gelegenheit für interessante Gespräche genutzt.

Der Gemeinderat hat folgende Arbeiten vergeben: Ersatz der NS-Verteilung Trafostation Weierbüntstrasse 2a zum Angebot von 41 354 Franken an die RhV Elektrotechnik AG, Schöntalstrasse 1, Altstätten; Ersatz der MS-Verteilung Trafostation Wisenstrasse 1a – Trafostation Hafnerwisenstrasse 1a zum Angebot von 39 954 Franken an die RhV Elektrotechnik AG, Schöntalstrasse 1, Altstätten; Tiefbauarbeiten für die Leitungsbauten Taastrasse (Obereggerstrasse bis Reservoir Taa) zum Angebot von 79 193 Franken an die Arge Bürki/Dietsche, c/o Karl Bürki, Taastrasse 22, Berneck; Ersatz der Maststation Hof-Strick zum Angebot von 65 178 Franken an die Cell-pack Power Systems AG, Schützenhausstrasse 2, Villmergen AG.

Erteilte Baubewilligungen

Für die nachfolgenden Baugesuche hat der Gemeinderat die Baubewilligung im Meldeverfahren erteilt: Mätzler Urs, Oberfeldstrasse 6, Berneck, für den Ersatz des Öl- und Holzheizkessels durch eine Kesselanlage für Heizöl und eine Kesselanlage für Holzschnitzel/Pellets, Grundstück Nr. 261, Oberfeldstrasse 6, Berneck; Weinbuch Robin und Katja, Kropfackerstrasse 13, Berneck, für den Rückbau der Terrasse und die Erstellung eines Wintergartens im Bereich der südwestlichen Ecke des Grundstücks Nr. 1021, Kropfackerstrasse 13, Berneck; Eschenmoser Hugo, Hauptstr. 34, Balgach, für die Erneuerung der Kälteanlagen mit Aussenluft-Kondensatoren im Bereich der östlichen Fassade an der Ecke des Hauseingangs des Wohn- und Geschäftshauses, Vers. Nr. 21, Grundstücks Nr. 620, Neugass 1, Berneck; Britschgi Jürg, Hinterdorfstrasse 21, Berneck, für die Erstellung einer Ausgangstür im Untergeschoss an der Südfassade des bestehenden Wohnhauses, Vers. Nr. 1440, Grundstück Nr. 464, Hinterdorfstrasse 21, Berneck; Segmüller Reto und Liliane, Kobelstrasse 6a, Berneck, für die Erstellung einer Luft/Wasser-Aussenwärmepumpe im Bereich der nordwestlichen Ecke des Wohnhauses, Vers. Nr. 1935, Grundstück Nr. 1940, Kobelstrasse 6a, Berneck.

Für die nachfolgenden Baugesuche hat der Gemeinderat die Baubewilligung im ordentlichen Verfahren erteilt: Solar Genossenschaft Rheintal, Alte Landstrasse 106, Rebstein, für die Erstellung einer PV-Anlage, Grundstück Nr. 772, Auerstrasse 36, Berneck.

Der Gemeinderat hat zudem an der letzten Sitzung: vom neuen Überbauungsplan Brändli II Kenntnis genommen und diesen zur Vorprüfung beim Kanton verabschiedet; hat die Anstellung von Patrik Wagner, Widnau, als Finanzverwalter-Stv. per 1. August bestätigt; den Auftrag an die Verwaltung zur Prüfung einer Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen (Sammelstelle) erteilt; dem Beitritt zum Trägerverein Integrationsprojekte St. Gallen TISG zugestimmt (Beitrag: 50 Franken/Jahr); der Durchführung vom Prix Benevol in regionaler Koordination zugestimmt und Gemeinderätin Margrit Wellinger als Prix-Benevol-Verantwortliche der Gemeinde vorgeschlagen. (gk)