GERÄTETURNEN: Team-Gold für eine Widnauerin

An den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften in Köniz turnte Flavia Heule im siegreichen Team. Fabienne Staub und Viviane Meyer, ebenfalls vom TV Widnau, gewannen mit ihrer Equipe die Bronzemedaille.

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Goldmedaillengewinnerin Flavia Heule (Mitte) mit ihren Widnauer Vereinskolleginnen Eliane Jost (links) und Julia Gantenbein. (Bild: pd)

Goldmedaillengewinnerin Flavia Heule (Mitte) mit ihren Widnauer Vereinskolleginnen Eliane Jost (links) und Julia Gantenbein. (Bild: pd)

Es war laut, sehr laut in der mit 2000 Zuschauern gefüllten Sporthalle Weissenstein im Berner Vorort Köniz; die Entscheidungen in allen Kategorien versprachen Spannung. Die St. Galler Teams traten in den Nachwuchskategorien 5 und 6 als Titelverteidiger an.

Gerade in der Kategorie 6 war der Ausgang sehr knapp, jeder Zehntelpunkt war wichtig. Das Team St. Gallen I startete am Reck etwas harzig in den Wettkampf. Danach zündeten die Golden Girls aber ein wahres Feuerwerk: Zweimal 9,55 und dreimal 9,65 am Boden bedeuteten die Führung im Zwischenklassement.

Bodenkracher des Teams St. Gallen

An den weiteren Geräten Ring und Sprung zehrten die Turnerinnen von diesem Vorsprung. Unter dem Jubel der vielen Fans durfte sich St. Gallen bei der Siegerehrung die Goldmedaille umhängen lassen. Die Widnauerin Flavia Heule steuerte mit der hohen Punktzahl von 37,90 einen grossen Teil zur Titelverteidigung bei. Mit der Bodennote von 9,65 Punkten verpasste sie den Tageshöchstwert in ihrer Kategorie nur knapp.

Auch Julia Gantenbein, ebenfalls vom TV Widnau, zeigte ihren besten Wettkampf der Saison. Besonders zu erwähnen sind dabei ihre Ringübung (9,45) und ihr Paradegerät Sprung (9,40). Sie erreichte mit St. Gallen II den achten Platz.

In der K5 turnte das Team St. Gallen I am Startgerät Boden sehr sauber und übernahm die Führung. Fabienne Staub vom TV Widnau zeigte eine wunderschöne Übung und wurde mit der zweithöchsten Tagesnote 9,70 belohnt. Auch ihrer Vereinskollegin Viviane Meyer gelang mit 9,45 ein guter Einstieg.

Das St. Galler Team konnte die Führung am Ring behaupten. Allerdings lief es am Sprung und Reck nicht mehr nach Wunsch. Trotzdem konnte der dritte Platz ins Trockene gebracht werden.

Auch Loïs Lieberherr, die sich für die zweite St. Galler Mannschaft qualifiziert hatte, gelang eine gute Leistung. Vor allem am Boden (9,65) und am Reck (9,40) steuerte sie hohe Noten zum 15.Platz von St. Gallen II bei.

In der Königskategorie 7 hatten sich mit Luzia Hutter (STV Kriessern) sowie Eliane Jost (TV Widnau) ebenfalls zwei Rheintaler Turnerinnen für die Mannschaft des St. Galler Turnverbands empfohlen. Die erfahrene Athletin Luzia Hutter glänzte an ihren Paradegeräten Reck und Boden mit den Noten 9,55 und 9,40. Eliane Jost gelang eine gute Bodenübung, die mit 9,20 belohnt wurde. Die restlichen Ge­räte liefen jedoch nicht nach Wunsch. In der Endabrechnung klassierte sich das Team St. Gallen auf dem neunten Platz.

In der Kategorie Frauen vertrat Natalie Buschor (STV Kriessern) die grün-weissen Farben des SGTV. Wie schon in der ganzen Saison zeigte sie auch in Köniz einen starken Wettkampf. Mit der Punktzahl 37,30 war sie die St. Galler Teamleaderin. Ihre Equipe erreichte den fünften Platz.

Nach den Team- ist vor den Einzel-Meisterschaften

Der Reigen der Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen geht weiter: Am 18./19. November finden in Luzern die Schweizer Einzelmeisterschaften statt. Startberechtigt sind hier nur noch die besten 40 Turnerinnen der Kategorien 5 bis 7 sowie der Frauen.

Dank ihren Leistungen in Köniz haben sich Fabienne Staub, Loïs Lieberherr (K5), Flavia Heule, Julia Gantenbein (K6), alle vom TV Widnau, sowie Luzia Hutter (K7) und Natalie Buschor (Frauen) vom STV Kriessern für diesen Final qualifiziert. (pd)

Ranglisten: www.smmgetu17.ch

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