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Geplant sind Kleingewässer wie in Oberriet

Feuchte Flächen, die sowieso nicht ideal sind für eine intensive Futterproduktion, sollen Tieren dank verschiedener Massnahmen neue Lebensräume bieten. In Haag sollen Kleingewässer entstehen, ähnlich wie es sie in Oberriet gibt.
Corinne Hanselmann
Drainageleitungen werden stillgelegt, um Kleingewässer wie hier in Oberriet zu realisieren. (Bild: Verein Pro Riet Rheintal)

Drainageleitungen werden stillgelegt, um Kleingewässer wie hier in Oberriet zu realisieren. (Bild: Verein Pro Riet Rheintal)

Im Rahmen einer ökologischen Aufwertung möchte der Verein Pro Riet Rheintal gemeinsam mit den Landwirten Thomas Tinner und Ueli Sturzenegger im Riet bei Haag auf vier Parzellen, die total 5,27 Hektaren gross sind, verschiedene Kleingewässer erstellen und Gebüschgruppen, Blumenwiesen sowie Kleinstrukturen schaffen. Von den Massnah- men sollen verschiedene Tierarten profitieren, schreibt der Verein Pro Riet in den Erläuterungen zum Baugesuch. Dazu gehören beispielsweise Schwarzkehlchen, Gelbbauchunke, Turmfalke, Feldhase, Goldammer, Neuntöter und Schachbrettfalter, aber auch Weissstorch, Zauneidechse und Ringelnatter. Diese Arten kommen in der Nähe zwar schon vor, durch die Massnahmen kann aber das Lebensraumangebot erweitert werden.

«Diese Flächen sind aufgrund der Bodenstruktur nicht für eine intensive Bewirtschaftung geeignet, denn im Untergrund ist Moor», erklärt Landwirt Ueli Sturzenegger, dem knapp die Hälfte der rund fünf Hektaren Landwirtschaftsland gehört, die umgestaltet werden sollen. Bisher hat er die Fläche für die Futterproduktion genutzt. Das Gebiet Tüfi eigne sich wegen des feuchten Untergrundes gut für das Anlegen von Kleingewässern, erklärt Biologe Urs Weber, der das Projekt für den Altstätter Verein Pro Riet Rheintal geplant hat.

Drainage wird punktuell stillgelegt

«Der Wasserüberschuss wurde bisher mit der Drainage abgeführt. Diese wird punktuell stillgelegt, dann werden sich die Kleingewässer von alleine füllen.» Ganz ähnlich wie das in Oberriet in der Nähe der Ruine Wichenstein auch passiert ist. Für die Finanzierung des Projekts werden das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen sowie verschiedene Stiftungen angefragt. Wie hoch die Kosten sind, könne man derzeit noch nicht sagen, so Weber. «Wir freuen uns, wenn dieses Projekt zu Stande kommt. Das Gebiet ist störungsarm, und der Boden eignet sich sehr gut für die Massnahmen.» Als Entschädigung für die Anstrengungen zugunsten der Biodiversität erhalten Landwirte vom Bund Direktzahlungen für Biodiversitätsför- derflächen. Im Gegenzug müssen diese nach genauen Vorschriften gepflegt werden. Wird das Projekt bewilligt, könnten die Arbeiten bei trockenen Bodenbedingungen im kommenden Sommerhalbjahr beginnen.

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