Genuss und Esskultur im Mittelpunkt

St. Margrethen Ab dem 24. September bekommt die Grenzgemeinde nicht nur den ersten Monatsmarkt, sondern einen ganz speziellen dazu. Im Genuss-Markt präsentieren sich Kleinbetriebe und Privatpersonen mit ihren besonderen Produkten.

Kurt Latzer
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Adriana Hordijk hat als Marktfahrerin ihre Erfahrungen gesammelt. Sie weiss: «An allen Märkten ist zu vieles gleich, zu oft wie immer.» Wie an Kilbis und Jahrmärkten könnten es sich Private und Kleinstbetriebe nicht leisten, ihre Produkte anzupreisen. Aus diesem Grund hat Adriana Hordijk beschlossen, ihnen günstigen Platz anzubieten.

Genuss und Esskultur ein Muss

Über Monate hinweg hat sie zusammen mit ihrem Lebenspartner Andreas Schmiedel begonnen, eine Internetseite zu gestalten, mit besonderen Leuten und ihren exklusiven Produkten Kontakte zu knüpfen. Der Erfolg der Vorbereitung lässt sich sehen. Am ersten Genuss-Markt präsentieren weit über 20 Ausstellerinnen und Aussteller ihre Produkte. Keine Kompromisse geht die Marktfahrerin beim Sortiment ein. «Die Teilnehmenden dürfen nur Waren vorstellen, die mit Genuss und Esskultur zu tun haben», sagt Adriana Hordijk. Auf die Auswahl ist sie stolz, «weil Masse nicht immer Klasse ist». Kaum eines der Produkte gebe es in Läden zu kaufen, sie dürfen nicht aus einer Massenproduktion stammen. Der Markt sei nicht nur für St. Margrethen eine Chance, sondern auch für die «Kleingwerbler», darunter einige Privatpersonen. Die Aussteller stammen aus dem Rheintal und angrenzenden Regionen. Das Ziel der rührigen Marktfahrerin ist, den Genuss-Markt das ganze Jahr über durchzuführen, mit teils wechselndem Angebot. «Einzig im Dezember und Januar bleibt der Markt geschlossen», sagt Adriana Hordijk.

Die Kulturhalle, der perfekte Standort

Die Besucher des Genuss-Marktes bekommen Spezialitäten zu sehen, zu riechen und zu kosten, die begeistern sollen. Die Palette reicht von Hochland-Rindfleisch bis vegan, von Torten-Künstlerin bis zum Pfarrer, der Kaffee kocht. «Carlos Ferrer ist Geistlicher und hat neben seinem Beruf eine grosse Leidenschaft für Kaffee», sagt , Adriana Hordijk. Er liebe es, sich immer neue Kaffee-Kreationen auszudenken und zu servieren. Ferrer arbeitet mit handwerklich geröstetem, direkt vom Bauern importierten Kaffee, geröstet von einer Schweizer Micro-Rösterei. In ihren Bestrebungen, einen neuen Monatsmarkt zu schaffen, wird Adriana Hordijk von der Politischen Gemeinde St. Margrethen und vom Kanton unterstützt.

Und mit der Kulturhalle an der Walzenhauserstrasse 9b hat die leidenschaftliche Marktfahrerin die passenden Räume gefunden. Sogar das Wandgemälde beim Bistro passt zum Genuss-Markt. Das Bild zeigt eine Marktszene in St. Margrethen Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Kulturhalle von Robert und Monika Dubil-Rissi ist mit dem Genuss-Markt um eine Attraktion reicher. Zurzeit sind dort Bilder des Künstlers Christian Aumüller zu sehen, der unter anderem am Louvre in Paris ausstellte. Adriana Hordijk hat für ihre Genuss-Märkte Räume mieten können. Am Samstag, 24. September, ist von 10 bis 18 Uhr der erste Genuss-Markt. Und wer dann Bratwurst und Co. möchte, sucht vergeblich. Denn die Speisekarte besteht nur aus Spezialitäten, die am Markt angepriesen werden.

www.genuss-markt.ch