Genuss aus dem Rheintal

Gestern tagten in Diepoldsau die Delegierten des Trägervereins Culinarium. Zuvor orientierten sich die Teilnehmer auf dem Fahrmaadhof bei Stefan Britschgi über den Spargelanbau.

Max Pflüger
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Unter der schwarzen Decke ist der Spargel vor der Sonne geschützt, entwickelt kein Chlorophyll und bleibt daher weiss. Anbauleiter Andreas Hofmänner vom Fahrmaadhof erklärte den Gästen vom Culinarium-Trägerverein, wie der Spargel geerntet, das heisst gestochen wird. (Bild: Max Pflüger)

Unter der schwarzen Decke ist der Spargel vor der Sonne geschützt, entwickelt kein Chlorophyll und bleibt daher weiss. Anbauleiter Andreas Hofmänner vom Fahrmaadhof erklärte den Gästen vom Culinarium-Trägerverein, wie der Spargel geerntet, das heisst gestochen wird. (Bild: Max Pflüger)

DIEPOLDSAU. Rund 50 Delegierte des Trägervereins «Culinarium - Genuss aus der Region» trafen sich gestern Abend im Rössli Diepoldsau. Im Mittelpunkt stand die Vereinstätigkeit: Mitarbeiter gaben Einblick in ihre Tätigkeit in den Regionen. Ausserdem genehmigten die Delegierten Rechnung und Budget des Vereins.

Zuvor besuchten die Delegierten den Fahrmaadhof, wo sie sich über den Diepoldsauer Spargelanbau informierten. In zwei Gruppen führten Betriebsinhaber Stefan Britschgi und Anbauleiter Andreas Hofmänner durch die Verarbeitungsräume und in die Anbaufelder. Dass Spargel eine bekannte Rheintaler Spezialität ist, wussten die Gäste natürlich schon. Sie staunten aber, mit wie viel personellem und materiellem Aufwand die Produktion verbunden ist.

Die Förderung regionaler und saisonaler Produkte ist die Zielsetzung des Vereins Culinarium. In einem kurzen Rückblick auf die seit der Gründung vergangenen 14 Jahre konnte Präsident Walter Müller feststellen, dass Regionalität bei Nahrungsmitteln immer grössere Bedeutung gewonnen hat. Nach Migros habe nun auch Coop eine regionale Produktelinie im Angebot.

Der Trägerverein Culinarium fördert das regionale und saisonale Angebot mit verschiedenen Aktionen, mit Medienpräsenz und mit der Zertifizierung einheimischer Nahrungsmittel und Spezialitäten. Entsprechend den regionalen Bedürfnissen leistet Culinarium diesen Dienst am einheimischen Produkt unterschiedlich.

Im Rheintal zum Beispiel unterstützte der Verein vor einer Woche die Aktion «Offene Weinkeller» und zurzeit laufen die dritten Rheintaler Genusswochen, an denen rund ein Dutzend Gastronomiebetriebe und drei Detailhandelsfachgeschäfte mitmachen. Der Culinariumbotschafter für die Region Rheintal, Daniel Fürst fördert gezielt auch den Agrotourismus. Mehr Infos unter: www.culinarium.ch.

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