Genug gespart: Steuern gesenkt

BERNECK. Die Berneckerinnen und Bernecker sprachen sich für die Senkung des Steuerfusses auf 92 Prozent und die Sanierung des Stäpfli-Turnhallendaches aus. Und: Die Skiabfahrt vom St. Anton nach Berneck soll wieder ohne Drahtzaun möglich sein.

Maya Schmid-Egert
Drucken
Teilen
Bei 179 anwesenden Stimmberechtigten mussten in der MZH Bünt noch weitere Stühle aufgestellt werden. (Bild: Maya Schmid-Egert)

Bei 179 anwesenden Stimmberechtigten mussten in der MZH Bünt noch weitere Stühle aufgestellt werden. (Bild: Maya Schmid-Egert)

Der Steuerfuss wird um fünf Prozent gesenkt, der Voranschlag sieht ein Minus von rund einer Million Franken vor. Die Erklärung lieferte in der Versammlung vorgestern Abend Gemeindepräsident Andreas Zellweger: «Das Eigenkapital darf auch mal etwas heruntergefahren werden.» Sieben Millionen beträgt dieses zurzeit. Bewahrheitet sich der budgetierte Verlust, würde der Betrag daraus bezogen werden.

Bereits letztes Jahr ging man von einem Anzapfen des Eigenkapitals in der Höhe von 700 000 Franken aus, was nicht nötig wurde. Die Rechnung schloss mit einem Plus von mehr als einer Million Franken.

Jahresrechnung, Budget und Steuerfuss wurden entsprechend einstimmig und kommentarlos durchgewinkt.

Sanieren, dann Photovoltaik

Nachdem sich bereits die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger mit zwei Gegenstimmen für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Stäpfli-Turnhalle entschieden hatten (unsere Zeitung vom 25. März), stimmten die Berneckerinnen und Bernecker der zunächst geplanten Sanierung des Daches zu. Schulpräsidentin Annemarie Keel freute sich über einen kürzlich vom Bund gesprochenen Förderbeitrag über 30 000 Franken. Somit belaufen sich die Kosten auf 240 000 Franken.

Ungetrübter Skispass

Die Allgemeine Umfrage nutzte Erich Gubelmann. Seit Jahren fährt er Ski vom St. Anton hinunter nach Berneck. Bis fast vor die Haustür schaffe er es in «goldenen» Schneezeiten. Ein einmaliges Erlebnis, schwärmte er: «Natur pur.» Einen Haken und mehr habe die Sache allerdings. Fahre man vom Nördli zur Held und dann ins Schossenriet, versperrten dort zwei Zäune, einer sogar mit Stacheldraht versehen, den Weg. Vielleicht liesse sich dies durch den neuen Gemeinderat und den ebenfalls neuen Eigentümer bereden und ändern, regte er an. Bei Bernecks Finanzen sei es doch denkbar, dass die Gemeinde auch gleich ein Tor und die Wartung finanzieren könnte. Locker zu verkraften sei dies – und ein Skierlebnis wie zu alten Zeiten.

Aktuelle Nachrichten