Gemeinden wachsen zusammen

RHEINECK. Die Schulen in Rheineck und Thal kooperieren in Zukunft vermehrt. Auch wird ein Zusammenschluss verschiedener Feuerwehren geprüft. Geplant ist zudem die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs.

Janine Hürlimann
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Am Donnerstagabend fand im «Hecht»-Saal die Vorversammlung der Bürgerversammlung statt. Die vielen verschiedenen Projekte des Städtchens sowie Rechnung 2012 und Voranschlag 2013 wurden den Bürgerinnen und Bürgern durch Stadtpräsident Hans Pfäffli vorgestellt. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 981 043 Franken. Der Stadtrat beantragt damit vorwiegend die Rückstellung von 700 000 Franken für die Sanierung der Gebäudehülle des Hotels Hecht.

Näher zusammenrücken

«Da die Schülerzahl in Rheineck immer kleiner und voraussichtlich auch klein bleiben wird, haben die Schulpräsidenten von Rheineck und Thal nach einer Lösung gesucht», erklärte Schulpräsident Oscar Kaufmann. «Schon im Sommer werden voraussichtlich die ersten Schüler von Thal nach Rheineck kommen.» Aktuell prüfen auch die Feuerwehren Thal, Rheineck und Lutzenberg eine engere Zusammenarbeit oder gar eine Fusion. Vorab plant Rheineck jedoch noch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs für 480 000 Franken. «Hat sich der Stadtrat dies auch gut überlegt, vor dem Zusammenschluss noch ein solch teures Fahrzeug anzuschaffen?», fragte ein Bürger. Dies sei nötig, da es für die Strassen von Rheineck ein spezielles, kleineres Fahrzeug benötige. Auch müsse man sich bei einem allfälligen Zusammenschluss dann nicht einkaufen, erklärte Stadtrat Elio Mussato. Eine Besucherin wollte von Stadtpräsident Pfäffli noch wissen: «Hat der Stadtrat schon die Prüfung von Glasfasernetzen für Private in Betracht gezogen?» – «Nein, bis jetzt noch nicht», meinte Pfäffli.

Projekt Bachsanierung gestoppt

«Vor allem wegen starkem Widerstand in der Bevölkerung wird das Projekt Sanierung Freibach nicht in Angriff genommen», erklärte Stadtpräsident Hans Pfäffli. Auch habe die Verwaltungsrekurskommission bis jetzt eine von fünf Beschwerden gutgeheissen. «Wie wollen Sie jetzt die Verlandungen sowie das teilweise rutschende Bachbord handhaben?», fragten zwei Anwesende. «Die normalen Unterhaltsarbeiten werden wie bis anhin weitergeführt», so Pfäffli. «Der Rest ist als Reparatur zu behandeln.»

Die Überbauung Stapfenwis

Noch immer zu reden gibt die geplante Überbauung Stapfenwis. Hier sollten bereits vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 65 Wohnungen und circa zehn Einfamilienhäuser realisiert sein. «Warum sind die Wohnungen noch nicht gebaut, obwohl die WIM AG die Baubewilligung hat?», wollte ein Bürger wissen. Zudem seien für die Erschliessung im Voranschlag 2009 total nur 507 000 Franken budgetiert worden. Bis heute seien ohne Beleuchtung und Wasserversorgung jedoch bereits 628 000 Franken investiert worden. «Woher kommt die Differenz?», wollte der Bürger weiter wissen. «Die WIM hat mit dem Bau der Wohnungen einfach noch nicht begonnen», erklärte Pfäffli. Zudem können die exakten Kosten für die Erschliessung vor dem Bau nicht zu 100 Prozent genau bestimmt werden. Beispielsweise wurde der Kreisel grösser und breiter gebaut. Dafür wurde auf Wendehammer verzichtet, die auch für die Kehrichtabfuhr ungeeignet wären.

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