Gemeinde saniert Leitungen

ST.MARGRETHEN. Die Kanalisation der Kirchstrasse muss saniert werden. Gleichzeitig soll die Elektrizitäts- und Wasserversorgung erneuert werden. Der Gemeinderat beantragt einen Kredit von 1,3 Mio. Franken.

Max Pflüger
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Claudio Senn, Leiter der Bauverwaltung, ging anhand der Pläne auf die zahlreichen Detail-Anliegen ein. (Bild: mp)

Claudio Senn, Leiter der Bauverwaltung, ging anhand der Pläne auf die zahlreichen Detail-Anliegen ein. (Bild: mp)

ST. MARGRETHEN. Am Mittwochabend lud die Gemeinde St. Margrethen zur Information über die erste Etappe der Werkleitungserneuerungen und Strassensanierung an der Kirchstrasse ein. Diese Arbeiten sollen vorerst im Abschnitt Falkenstrasse bis Gassstrasse realisiert werden. Der nötige Kredit in der Höhe von 1 300 000 Franken wird den Stimmbürgern am 27. November vorgelegt.

Rund zwei Dutzend St. Margrether folgten der Einladung. An den Ausführungen zum Projekt interessiert waren vorwiegend die betroffenen Anwohner. In der den Informationen folgenden Diskussion erwuchs dem Projekt keine grundsätzliche Opposition, doch wollten die Anwesenden verschiedene Detailfragen geklärt haben, zum Beispiel: «Ist in der Bauzeit die Zufahrt zu unseren Parkplätzen garantiert?» «Wie werden unsere Häuser an die Werkleitungen angeschlossen?» Gemeindepräsident Reto Friedauer konnte alle Fragen zufriedenstellend beantworten: Die Gemeinde sucht das Gespräch mit den Anwohnern. Sie ist bestrebt, die Belastung der Anwohner auf ein Minimum zu beschränken. Und für während kurzer Zeit nur beschränkt benutzbare Parkplätze wird Ersatz gesucht.

Gewässerschutzzone

Mängel an der Kanalisation sind der Auslöser für das Projekt: Die Leitungen sind für die heutigen Bedürfnisse zu eng dimensioniert und undichte Stellen der Leitungen in der Grundwasserschutzzone und der Schutzzone Mineralheilbad müssen dringend saniert werden. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch die Elektrizitäts- und Wasserversorgungsleitungen, die privaten Hausanschlüsse sowie die Werkleitungen Dritter (Gravag, Swisscom und Cablecom) repariert oder gegebenenfalls ebenfalls erneuert. «Wir hoffen, dass wir dann die Strasse 25 Jahre lang nicht mehr anrühren müssen», sagte Reto Friedauer am Mittwochabend.

Ein Vorprojekt für die Sanierung der gesamten Kirchstrasse von der Falkenstrasse bis zum Schutzmühlebach rechnet mit Baukosten von total 4,3 Mio. Franken. Der Gemeinderat hat sich deshalb entschlossen, die Arbeiten über mehrere Jahre zu verteilen und den Bürgern etappiert vorzulegen.

Erste Etappe: 1,3 Mio.

Die erste Etappe von der Falkenstrasse bis zur Gassstrasse sieht vor, den Durchmesser der Kanalisation und ihrer Seitenäste wesentlich zu vergrössern und das Gefälle zu optimieren. Damit soll eine höhere Kapazität erreicht und Rückstau verhindert werden. Ebenfalls soll der Zustand der privaten Hausanschlussleitungen untersucht werden. Gleichzeitig werden die Elektrizitätsleitungen neu verlegt, was eine höhere Versorgungssicherheit bringt. Für die Wasserversorgung wird eine neue Transport- und Verteilleitung mit einem Durchmesser von 200 mm erstellt. Allfällige lecke Hausanschlüsse werden ersetzt. Die Investitionskosten von 1 289 600 Franken werden innert 20 Jahren von der Kanalisations-Rechnung, den Technischen Betrieben sowie gegen 9000 Franken zulasten der Steuerzahler abgeschrieben.

Details siehe Abstimmungsunterlagen und auf der Homepage www.stmargrethen.ch/documents/2011_09_19_ Gutachten_Kirchstrasse_III.pdf.