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Gemeinde kauft das alte Zollhaus

Die Politische Gemeinde Oberriet hat das ehemalige Zollhaus beim Grenzübergang Oberriet-Meiningen gekauft. Hier will der Gemeinderat etwa zehn Asylbewerber einquartieren.
Max Tinner
Das frühere Oberrieter Zollhaus (Bildmitte) gleich neben dem heutigen Grenzposten (im Vordergrund) und dem Autobahnanschluss (hinten). (Bild: Max Tinner)

Das frühere Oberrieter Zollhaus (Bildmitte) gleich neben dem heutigen Grenzposten (im Vordergrund) und dem Autobahnanschluss (hinten). (Bild: Max Tinner)

OBERRIET. Momentan sind der Gemeinde Oberriet 82 Asylbewerber zugeteilt. Teils hat sie die Gemeinde in Liegenschaften einquartiert, die ihr selbst gehören, teils in zugemieteten Wohnungen. Es sind keine modernen Wohnungen, sondern ältere und darum günstige. Doch bei der aktuellen weltpolitischen Lage rechnet der Gemeinderat, weitere Asylbewerber zugeteilt zu bekommen. «Die Empfangszentren sind voll», meint Gemeindepräsident Rolf Huber, eher früher als später würden diese Leute auf die Gemeinden verteilt. Mittlerweile sei billiger Wohnraum aber knapp. Weil das alte Zollhaus zum Verkauf stand, habe man zugegriffen.

Keine Renovation nötig

430 000 Franken kostete das Haus. Vor dem Kauf habe man den Wert von einem Immobilienfachmann schätzen lassen. Mitgespielt habe beim Kaufentscheid, dass das Haus zwar einen bescheidenen Wohnstandard biete, aber sonst in gutem Zustand sei. Viel investieren müsse man nicht. Einige Umgebungsarbeiten stünden an, und eventuell wäre ein Lavabo zu ersetzen. Eine grössere Renovation sei aber nicht nötig.

Das Haus verfügt über eine Wohnung sowie Einzelzimmer darüber. In jenen seien einst ledige Grenzer einquartiert gewesen, weiss Rolf Huber. Damals sei das heutige Zollhaus, etwas weiter zum Rhein hin, noch nicht gestanden. Die Zollabfertigung sei im Schöpfli neben dem alten Zollhaus gewesen. Platz bietet das Haus entweder für zwei Familien oder für etwa zehn Einzelpersonen.

Trotz spezieller Lage tauglich

Die Lage ist speziell – an der vielbefahrenen Rheinstrasse, eingekesselt zwischen Autobahnanschluss und Grenzübergang. Auf der strassenabgewandten Seite liegt der Schiessstand, was bei Kriegstraumatisierten heikel sein könnte. Für Rolf Huber taugt das Haus dennoch für die Unterbringung von Asylbewerbern. Man halte sich eher rückseitig auf, so dass der Verkehr kein Problem sei. Und längst nicht alle Asylbewerber stammten aus Kriegsgebieten. Geschossen werde in die entgegengesetzte Richtung: «Vom Schiessbetrieb dürfte man kaum mehr mitbekommen als beim Altersheim», meint Huber. Jenes liegt zwar ennet der Autobahn, aber doch in Schussrichtung. Ausserdem: Wenn der Bund in Altstätten auf dem Areal Hädler gleich ein ganzes Empfangs- und Verfahrenszentrum neben einen Schiessstand bauen wolle, könne das Zollhaus als Unterkunft ja kaum ungeeignet sein.

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