Gemeinde genehmigt Übungen

Die Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg darf vor dem Abbruch der Liegenschaft «Alpenblick» mit der Sicherheitspolizei Übungen durchführen.

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LUTZENBERG. Die Organisation für den Abbruch der Liegenschaft «Alpenblick» arbeitet derzeit an Abbruchgesuch, Schadstoff-Analyse, Offertausschreibung im Einladungsverfahren und Offertanfrage für das Erstellen eines Gestaltungsplans. Die Sicherheitspolizei Appenzell Ausserrhoden und die Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg werden am und im Gebäude vor dessen Abbruch Einsatzübungen durchführen. Sobald die nötigen Entscheidungen getroffen sind, werden die Anstösser der Liegenschaft persönlich über den geplanten Projektablauf orientiert.

In der Konsultativabstimmung vom 18. Oktober haben sich die Stimmberechtigten der Gemeinde Lutzenberg dafür ausgesprochen, dass das Haus «Alpenblick» abgebrochen und durch ein neues Mehrfamilienhaus oder Einfamilienhäuser ersetzt werden soll.

Schadstoff-Analyse bestellt

Zuerst muss nun der Abbruch organisiert werden. Der Gemeinderat hat dem Abbruchgesuch zugestimmt, dieses kann nun durch die Baubewilligungskommission behandelt werden.

Die Offertausschreibung soll im Einladungsverfahren erfolgen. Bevor die Ausschreibung vorgenommen werden kann, ist nach Ansicht des Gemeinderats das Erstellen einer Schadstoff-Analyse nötig. Das Bausekretariat hat bereits eine Offerte zur Schadstoff-Analyse des Gebäudes eingeholt. Die Firma Andres Geotechnik AG, St. Gallen, offeriert die Schadstoffuntersuchung mit Gebäudescreening zum Preis von 2700 bis 3200 Franken, wobei die 3200 Franken das Kostendach sind.

Im Zusammenhang mit dem Abbruch ist ein Konzept für die Wiederbebauung zu erstellen. Innerhalb der Ortsbildschutzzone wird dies durch die kantonale Denkmalpflege AR gewünscht. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, dass mit der Investorensuche noch zugewartet wird, bis ein Gestaltungsplan über die Liegenschaft Grundbuch Nr. 687, «Alpenblick», vorliegt. Da sie mit diesem Ortsplanungsinstrument die Leitplanken der Bebauung vorgeben kann, schöpft die Gemeinde ihre grösstmögliche Mitsprache bei der Planung aus. Der Gemeinderat spricht sich für die Neubebauung durch eines oder zwei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage aus. Mit einem Gestaltungsplan könnten sämtliche Eckwerte verankert werden. Die Suche nach Investoren, von denen einige bei der Gemeinde bereits ihr Interesse angemeldet haben, könnte auf diese Weise einfacher vor sich gehen.

Projektanträge wieder möglich

Aus den Publikationen des Kantons ist zu entnehmen, dass der Regierungsrat das Projekt «Bauen und Wohnen» inklusive Arealentwicklung weiterführt und wieder Projektanträge eingereicht werden können. Dazu werden mit den Instanzen des Kantons Gespräche geführt. Die Gemeindekanzlei ist beauftragt, beim Atelier Bottlang, St. Gallen, eine Offerte zur Erstellung eines Gestaltungsplans einzuholen. Das Atelier hat bereits die ortsbauliche Studie über den Weiler Wienacht-Dorf, dem Standort des «Alpenblicks», erstellt und verfügt zu dieser Siedlung über fundiertes Wissen.

Nutzung bis zum Abbruch

Das Gebäude wurde sofort nach dem Entscheid der Stimmbürgerschaft von der Versorgung abgetrennt; die Anschlüsse für Wasser, Strom sowie Heizung sind gekappt.

Die Sicherheitspolizei Appenzell Ausserrhoden richtete an den Gemeinderat die Anfrage, ob sie das Gebäude für die Durchführung von Ausbildungsübungen benutzen dürfe. Auch die Feuerwehr RTL, vertreten durch Kommandant Enzo Termine, hat Interesse angemeldet, im Gebäude vor dessen Abbruch noch Übungen durchführen zu können.

Der Gemeinderat hat diese Anfragen zustimmend beantwortet – unter der Bedingung, dass die Aussenhaut des «Alpenblicks» nicht verletzt wird und die Übungen, die mit dem Bausekretariat zu koordinieren sind, die Abbrucharbeiten nicht beeinträchtigen.

Die Arbeitsgruppe Alpenblick, bestehend aus Gemeindepräsident Werner Meier, Gemeinde-rat Werner Schluchter, Gemeindeschreiberin Isabelle Coray und Bausekretärin Susanne Rausch, wird die bevorstehenden Projektschritte bearbeiten, den Gemeinderat wieder informieren und zu gegebener Zeit die notwendigen Anträge stellen. Sobald entschieden ist, welches Unternehmen die Abbrucharbeiten durchführen wird, werden die Anwohner der Liegenschaft «Alpenblick» über den geplanten Projektablauf persönlich orientiert. (gk)