Gemeinde erlässt kein Glasverbot

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Diepoldsau Im letzten Jahr haben sich die Gemeinden Altach, Hohenems, Lustenau und Die-poldsau für ein einheitliches Abfallkonzept am Alten Rhein ausgesprochen und dieses versuchsweise umgesetzt. Aus dieser Versuchsphase konnten sehr gute Erkenntnisse gezogen werden, schreibt die Gemeinde Diepolds-au. Die Besucher des Alten Rheins hätten den Abfall grösstenteils wieder mitgenommen. Die Gemeinden haben auch festgestellt, dass das massive Glas- und Scherbenproblem, das Menschen und Tiere im Schutzgebiet gefährdet, nicht reduziert werden konnte.

Der Gemeinderat Diepoldsau hat im letzten Dezember 2017 beschlossen, das Abfallkonzept weiterzuführen und gleichzeitig weitere Abklärungen zur Einführung eines Glasverbots am Alten Rhein vorzunehmen. Wegen vertiefter rechtlicher Abklärungen hat der Gemeinderat an der letzten Sitzung beschlossen, auf die Einführung eines Glasverbotes für den Alten Rhein zu verzichten. Zu diesem Entschluss haben die fehlende Rechtsgrundlage sowie die schwere Durchsetzbarkeit geführt.

Um dem Glasproblem trotzdem entgegenzuwirken, bittet die Gemeinde Diepoldsau die Besucherinnen und Besucher des Alten Rheins um aktive Mithilfe. Alle sind gebeten, den Abfall und das Altglas wieder mitzunehmen. Es sei besonders darauf zu achten, dass die Flaschen nicht zerschlagen und keine Scherben hinterlassen werden. Das Schutzgebiet am Alten Rhein sei nicht nur ein Naherholungsgebiet, sondern auch Lebensraum von vielen Tieren. (red/gk)