Gemeinde engagiert sich für ältere Bewohner

Mit einer Umfrage zum Thema «Leben im Alter» fühlt die Politische Gemeinde ihren Bewohnern den Puls. Ziel ist es, dank der Erkenntnisse das Altersleitbild anzupassen.

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Die Gemeinde Rüthi möchte für Senioren ein attraktiver Wohnort bleiben. Ein rege genutztes Angebot ist der Seniorennachmittag. (Bild: pd)

Die Gemeinde Rüthi möchte für Senioren ein attraktiver Wohnort bleiben. Ein rege genutztes Angebot ist der Seniorennachmittag. (Bild: pd)

Wie die rege Bautätigkeit und steigende Schülerzahlen zeigen, ist die Gemeinde Rüthi bei jungen Familien beliebt. Es soll sich dort jedoch nicht nur die junge Generation wohl fühlen, sondern auch die älteren Mitmenschen. Deshalb überarbeitet der Gemeinderat von Zeit zu Zeit das Altersleitbild. Da die letzte Novelle des Leitbildes über zehn Jahre zurückliegt, hat der Gemeinderat beschlossen, das Altersleitbild zu aktualisieren. Mit einer Umfrage werden nun die Bedürfnisse und Wünsche der älteren Generation eruiert. In einem persönlichen Schreiben der Gemeinde wurden alle Rüthner Einwohnerinnen und Einwohner ab dem 60. Lebensjahr aufgefordert, zwei Dutzend Fragen zu beantworten, sowie Auskunft über ihr Wohlbefinden in der Gemeinde zu geben. Ziel des Rüthner Gemeinderates ist es, Erkenntnisse über die aktuellen Bedürfnisse der älteren Generation zu sammeln, im angepassten Altersleitbild zu berücksichtigen und allfällige Massnahmen umzusetzen.

Spitex bis Frauen- und Mütterverein

Bereits heute bietet Rüthi der älteren Bevölkerung viele Dienstleistungen, um die Selbstständigkeit zu Hause zu fördern. Durch die Spitex-Dienste Rüthi-Lienz wird beispielsweise Hilfe im Haushalt, ein Mahlzeitendienst, ein Fahrdienst, Krankenpflege und Behandlungspflege wie auch das Mieten von Krankenmobilien angeboten. Pro Senectute, die Sozialen Dienste Oberes Rheintal und die Alters- und Betagten-Beratung im Rathaus bieten einen umfangreichen Dienst für alle Lebenslagen an. Die Frauen- und Müttergemeinschaft hat ein Angebot, bei dem sie betagte Menschen zu Hause besucht. «Um diese Dienste überhaupt nutzen zu können, muss man das Angebot kennen», sagt Gemeindepräsident Thomas Ammann. Ein willkommener Nebeneffekt der Umfrage: Die Einwohnerinnen und Einwohner werden indirekt auf das Angebot aufmerksam gemacht.

Beteiligung von 60plus wünschenswert

Dem Gemeinderat Rüthi ist es wichtig, dass sich alle Einwohnerinnen und Einwohner wohl fühlen, sich am sozialen Leben beteiligen und sich möglichst in die Gemeinschaft einbringen. Auf dem Fragebogen können die Leute ab 60 Jahren vermerken, ob sie bereit wären, gewisse Dienste für andere ältere Mitmenschen zu übernehmen. «Diese Frage stellt sich in erster Linie rüstigen Rentnern, die bereit sind, einen Teil ihrer Zeit Mitmenschen in der Gemeinde zu schenken, so Kontakte zu pflegen und Gutes zu tun», sagt Ammann. In der Umfrage werden viele Punkte angesprochen. Der Gemeinderat möchte, dass möglichst viele Personen daran teilnehmen. Sollte jemand den Fragebogen nicht erhalten haben, kann dieser beim Einwohneramt bezogen oder über die Gemeinde-Homepage herunterladen werden. (pd/kla)