Gelände mit Drohne vermessen

Donnerstagmorgen: Rund um den Stall von Fridolin Sonderegger im Ober Weidist herrscht mehr Verkehr als sonst in einem Monat.

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Für das Fotografieren von zehn Messpunkten brauchte die Drohne acht Minuten.

Für das Fotografieren von zehn Messpunkten brauchte die Drohne acht Minuten.

Donnerstagmorgen: Rund um den Stall von Fridolin Sonderegger im Ober Weidist herrscht mehr Verkehr als sonst in einem Monat.

Michael Rutz, Mitarbeiter des Ingenieurbüros Kreis Sargans AG, ist dabei, seine Drohne, einen Quadrocopter, einzurichten. Schon seit kurz nach 7 Uhr ist Peter Bötschi im Hangrutschgebiet unterwegs. Der Vermessungstechniker der FKL & Partner AG, Altstätten, hat mittels GPS aufs Gelände verteilt die zehn Messpunkte eingerichtet, die die Drohne automatisch ansteuern soll. Michael Rutz startet sein Fluggerät manuell: «Sobald keine Hindernisse mehr im Weg stehen, schalte ich auf Automatik. Die Drohne fliegt dann die Punkte automatisch an und schiesst die Bilder.» In knapp acht Minuten hat der Quadrocopter seine Arbeit in etwa 250 Metern überm Startplatz beendet und kehrt zum Ausgangspunkt zurück, wo ihn Michael Rutz manuell landet.

Ohne das moderne, GPS-gesteuerte Gerät wäre eine effiziente Vermessung nicht möglich. Zwei bis drei Vermessungstechniker würden für die Aufnahme des Geländes einige Tage brauchen, ist Rutz überzeugt.

Gestern hat der «Drohnenpilot» die Flugauswertungen gemacht und daraus ein digitales Geländemodell berechnet. Es zeigt die Geometrie der heutigen Geländeoberfläche. Weiter werden zur Beobachtung von Geländeverschiebungen punktuelle Messungen mittels Global Navigation Satellite System (GNSS) durchgeführt. (kla)

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