Geige und Klavier in concert

Am Mittwoch, 23. Februar, 20 Uhr, werden auf Einladung der Rheintalischen Gesellschaft für Musik und Literatur in der evangelischen Kirche Anna Danielewicz, Klavier, und Luzi Müller, Violine, in einem klassischen Sonatenabend zu hören sein.

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Anna Danielewicz

Anna Danielewicz

Heerbrugg. Die beiden kongenialen Künstler, die sowohl solistisch wie auch pädagogisch seit Jahren für ihr Können beredtes Zeugnis ablegen, werden in ihrem Konzertprogramm Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Paul Hindemith und Ludwig van Beethoven interpretieren.

Die Künstler ...

Die Pianistin Anna Danielewicz studierte an der Musikhochschule in Wroclaw und schloss ihr Studium mit dem Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Es folgten eine Reihe von Meisterkursen u. a. bei Vladimir Merzhanov, Valentina Kamenikova, Clifton Matthews, Detlef Kraus und Elisabeth Leonskaja.

Seit über zwanzig Jahren unterrichtet sie erfolgreich als Klavierpädagogin an der Kantonsschule Heerbrugg. Als Pianistin widmet sie sich vor allem der Kammermusik. Sie konzertierte in Polen, Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Luzi Müller erwarb 1968 in Chur das Bündner Primarlehrerpatent. Das anschliessende Musikstudium am Konservatorium Zürich schloss er 1973 bei Anton Fietz mit dem Lehrdiplom für Violine ab. Ergänzende Studien führten zum Diplom für Schulmusik 1. Es folgten Kammermusikstudien bei Ana Chumachenco, Dirigierunterricht bei Erich Schmid sowie pädagogische Weiterbildungskurse. Neben seiner Tätigkeit als Violinlehrer an den Kantonsschulen Chur, Sargans und Heerbrugg leitete er auch mehrere Jahre die dortigen Schulorchester. Seit 1975 dirigiert er den Orchesterverein Chur, seit 1995 überdies das Kammerorchester Bülach. Für sein vielseitiges Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die Musik wurde er 1984 mit einem Anerkennungspreis des Kantons Graubünden und im Jahr 2000 mit dem Kulturpreis der Stadt Chur ausgezeichnet.

... und ihr Programm

Über die dreisätzige Sona- te in B-Dur KV 454, ein Spätwerk Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 –1791), mit der das Konzertprogramm eröffnet wird, heisst es, Mozart habe bei der Uraufführung mit der aus Mantua stammenden Geigerin Regina Strinasacchi sein eigener Klavierpart nur als Skizze vorgelegen. Der zweite Satz, Andante, ist das emotionale Herzstück der Komposition und in seiner melodischen Intensität und ausdrucksstarker Tiefe der Inbegriff von Mozarts kompositorischem Schaffen.

Aus der mittleren Schaffensphase stammt Paul Hindemiths (1895 –1963) 1935 komponierte zweisätzige Sonate in E-Dur. «Ruhig bewegt» erfüllen die weit ausschwingenden Kantilenen der melodisch führenden Geige den ersten Satz mit romantischer Lyrik, während der zweite Satz nach langsamem Beginn in einem tänzerischen Thema endet. Mit Ludwig van Beethovens (1770 –1827) dreisätziger Sonate No 8 in G-Dur op. 30 huldigen die Künstler einem Unsterblichen der Klassik. Den Höhepunkt bildet der mittlere Satz, dessen Thema sich in dreiteiliger Liedform entfaltet, über dem der Zauber reiner Lyrik liegt: «Tempo di Minuetto, ma molto moderato e grazioso» schreibt Beethoven vor. In der Coda ergibt sich eine besonders schöne Wirkung, wenn Geige und Klavier einander einen Teil des Themas motivweise zusingen. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. (pd)

Luzi Müller (Bilder: pd)

Luzi Müller (Bilder: pd)