Die Gemeinden Rebstein und Marbach wollen Gehwege mit Bewegungsmeldern ausstatten

Rebstein und Marbach senken den Stromverbrauch erneut. Sie starten mit der Gehwegbeleuchtung ein Pilotprojekt.

Andrea Kobler
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Energie sparten Rebstein und Marbach (vorne) in den letzten Jahren vor allem bei der Strassenbeleuchtung.

Energie sparten Rebstein und Marbach (vorne) in den letzten Jahren vor allem bei der Strassenbeleuchtung.

Bild: Hansueli Steiger

Die Gemeinden Rebstein und Marbach werden vom Trägerverein Energiestadt zum dritten Mal mit dem geschützten Label «Energiestadt®» für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik ausgezeichnet. Künftig will die Energiekommission Rebstein-Marbach unter anderem den Stromverbrauch weiter senken und startet bei der Beleuchtung von Gehwegen ein Pilotprojekt.

Beim aktuellen Re-Audit des Labels «Energiestadt®» erzielten beide Gemeinden ein Resultat von 64 Prozent. Diese Verbesserung gegenüber vor vier Jahren um fünf (Rebstein), respektive zwei Prozent (Marbach) ist auf vielerlei Aktivitäten zurückzuführen. Wichtige Punkte waren die Installation von 20 neuen Photovoltaikanlagen, die Sanierung der Strassenbeleuchtung sowie die jährliche Weiterbildung der Energiekommission.

Das geschützte Label «Energiestadt®» erhalten Städte und Gemeinden für getätigte energiepolitische Massnahmen, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen. Zum Erlangen des Labels sind mindestens 50 Prozent erforderlich. Die Gemeinden Rebstein und Marbach erhielten das Label erstmals im Jahr 2009. Seither steigerten sich die beiden Gemeinden nochmals deutlich. Rebstein erreichte vor vier Jahren 59, Marbach 62 Prozent. Aufholbedarf sehen die beiden Gemeinden vor allem bei kommunalen Gebäude und Anlagen. Deren Sanierung soll in den nächsten Jahren vorangetrieben werden.

Einsparungen bei der Strassenbeleuchtung

Einsparungen konnten die beiden Gemeinden in den letzten Jahren vor allem in der Strassenbeleuchtung vornehmen. Die Energiekennzahlen werden seit mehreren Jahren verfolgt. Grobanalysen wurden durchgeführt und entsprechende Massnahmen ausgelöst. Im Rahmen des regionalen Projekts «Freie Sicht auf die Milchstrasse» wurde erkennbar, dass die Gemeinden Rebstein und Marbach beim Energiebedarf der Strassenbeleuchtung sehr gut abschneiden. Dies ist für die Energiekommission die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein und gleichzeitig Ansporn, den Energiebedarf weiter zu senken.

Derzeit sind nur noch vereinzelt Quecksilberdampflampen in Betrieb. Bei neuen Beleuchtungen werden nur noch LED-Lampen eingesetzt. Von 600 Lampen (370 in Rebstein / 230 in Marbach) sind 211, also über ein Drittel LED-Lampen. Konnte der Stromverbrauch zwischen 2005 und 2014 um 20 Prozent gesenkt werden, waren es in den letzten vier Jahren weitere 10 Prozent.

Potenzial sieht die Energiekommission Rebstein-Marbach vor allem bei Gehwegen. Deshalb startet sie ein Pilotprojekt. Dabei wird die Beleuchtung mittels Bewegungsmeldern gesteuert. Ohne Frequentierung sollen die Gehwege mit 20 Prozent Leistung beleuchtet werden. Sobald sich eine Person nähert, wird die Leistung auf 100 Prozent erhöht und später wieder auf 20 Prozent zurückgefahren. Erste Erfahrungen diesbezüglich wollen die Gemeinden beim Schachengässeli in Rebstein und beim Konsumweg in Marbach sammeln.