Gegenstände in neuen Formen

WIDNAU. «Heute geht es in der Kunst nicht mehr darum, ein Abbild von einer Landschaft oder einem Gegenstand zu schaffen», sagte Thomas C. Jutz an der Vernissage. Eingeladen hatten der Kulturverein und die Raiffeisenbank in Widnau.

Monika von der Linden
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Thomas C. Jutz (Mitte) aus Dornbirn stellt zum ersten Mal diesseits des Rheins aus. Er ist umrahmt von Christa Köppel (Gemeindepräsidentin Widnau, von links), Peter Federer (Kulturverein Widnau), Anton Moser (Vorsitzender Bankleitung Raiffeisenbank Mittelrheintal) und Urs Sieber (Präsident Kulturverein Widnau). (Bilder: Monika von der Linden)

Thomas C. Jutz (Mitte) aus Dornbirn stellt zum ersten Mal diesseits des Rheins aus. Er ist umrahmt von Christa Köppel (Gemeindepräsidentin Widnau, von links), Peter Federer (Kulturverein Widnau), Anton Moser (Vorsitzender Bankleitung Raiffeisenbank Mittelrheintal) und Urs Sieber (Präsident Kulturverein Widnau). (Bilder: Monika von der Linden)

Mit Thomas C. Jutz und seinen Bildern waren am Samstagabend viele Besucherinnen und Besucher aus Vorarlberg nach Widnau gekommen. «Mehr als zwei Drittel der Gesichter kenne ich», sagte der Maler. So brachte ihm seine erste Ausstellung auf der Schweizer Rheinseite ein neues Publikum. «Dazu kommt die Laufkundschaft der Bank.»

Die Raiffeisenbank Mittelrheintal stelle ihre Räume bereits zum elften Mal als Plattform für Künstler zur Verfügung, sagte Anton Moser (Bankleitung) am Samstagabend. «Die Vernissage ist beim organisierenden Kulturverein Widnau, der Bank und bei vielen Besuchern ein fixer Punkt im Kalender.»

Grenzüberschreitende Kunst

«Mit <Malzeugs> zeigt Thomas Jutz grenzüberschreitende Kunst», sagte Urs Sieber (Präsident des Kulturvereins Widnau). Alles drehe sich um Räume, Lokomotiven und Kühe. Zwei Drittel der Bilder in Öl auf Leinwand werden erstmals ausgestellt und alle stammen aus den letzten vier Jahren. «Ich habe nie damit gerechnet, in Widnau ausstellen zu können.» Die Nachbarschaft mache es möglich, sagte Jutz. Den Kontakt zum Kulturverein Widnau stellte Peter Federer her. «Wir lernten uns kennen, tauschten Skulpturen und Bilder aus. Dann schlug er dem Kulturverein eine Ausstellung mit meinen Ölbildern vor.»

«Thomas verfolgt ein Ziel. Tiefe. Weil er sagt, er habe sie noch nicht erreicht, forsche er weiter», sagte Jo Bukowski in der Laudatio. «Er untersucht die Form hinter einem Gegenstand, ohne an ihm hängen zu bleiben.» Manche sagten, eine Kuh müsse wie eine Kuh aussehen. Andere mochten neue Formen, glaubten eine Kuh müsse etwas kuhartiges haben, sagte der Laudator.

Empfinden ausdrücken

Er sei hundertprozentig mit der Laudatio einverstanden, sagte Thomas C. Jutz. «Heute geht es in der Kunst nicht mehr um ein Abbild. Mir geht es darum, meine Anliegen auszudrücken – die Gefühle, die ich empfinde, während ich einem Gegenstand neue Formen gebe. Treffen sich die Empfindungen des Betrachters mit den meinen, gefällt ihm das Bild und er kauft es eventuell.»

Die Ausstellung «Malzeugs – Bilder in Öl» von Thomas C. Jutz verbleibt noch bis zum Jahresende in der Bank. Sie kann während der Geschäftszeiten der Raiffeisenbank Mittelrheintal in Widnau besucht werden.

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