Gegen Barrieren sind keine Einsprachen eingegangen

Gegen Bahnschranken im Ruderbach sowie eine leichte Verlegung des Rad- und Gehweges sind keine Einsprachen eingegangen. Bruno Nägele von der angrenzenden Racing-Garage sieht's pragmatisch: die Sicherheit werde erhöht, und mit den Nachteilen kann er leben.

Gert Bruderer
Merken
Drucken
Teilen

st.margrethen. Kleinere Unfälle habe es immer wieder gegeben, erinnert sich Bruno Nägele. Und einmal sei sogar ein Lastwagen ins «Walzenhauserbähnli» gefahren, als dieses die Strasse überquerte. Auch hat Nägele den Eindruck, die Gefahr werde unterschätzt. Schon öfter hat er beobachtet, dass etwa Touristen viel zu nahe beim Gleis warten und das Bähnli fast nicht vorbeifahren kann.

Für Sicherheit Land abgeben

Gegen das Vorhaben sind keine Einsprachen eingegangen. Dies wird auf Anfrage vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation mitgeteilt. Nicht immer sind Anstösser eines Bahnübergangs einer Sanierung gegenüber so positiv eingestellt wie in Ruderbach. Andernorts wurde schon aus ganz unterschiedlichen Gründen gegen Barrieren opponiert.

Unter anderem die Kosten, die Erschwernis für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder der Wunsch nach einer Unterführung führten schon zu Widerstand.

Auch Bruno Nägele hat einen Nachteil, nämlich den, dass er Land abgeben soll. Doch der Inhaber der Racing-Garage ist optimistisch. Das Projekt präsentiere sich jedenfalls überzeugend und habe sogar einen guten Nebeneffekt: Indem sein Grundstück durch einen Zaun abgetrennt werde, hätten künftig nicht mehr alle Hunde freien Zutritt. Heute, sagt Nägele, werde sein Wiesli regelmässig als «Hunde-WC» missbraucht.

Bau voraussichtlich 2011

Dass keine Einsprachen eingingen, heisst, dass nun die Grundeigentümerverhandlungen möglich sind. Ein Bau im nächsten Jahr ist somit vorstellbar. Vorgesehen sind zwei Halbschranken für die Fahrbahnen und zwei Barrieren für den Rad- und Fussweg daneben. Der Rad- und Fussweg soll sicherer geführt werden, was mit einer leichten Verlegung des Weges verbunden ist. Die Bauzeit wird etwa drei Monate betragen.

Es wird mit Kosten von rund 400 000 Franken gerechnet; getragen werden sie von den Appenzeller Bahnen und vom Kanton St. Gallen.

Für den Bahnübergang im Ruderbach hatten die Appenzeller Bahnen ursprünglich eine Verbesserung der Sicherheit mit einer Lichtsignal-Anlage vorgeschlagen. Der Kanton St. Gallen verlangte aber Schranken, und der Bund wünschte zusätzlich die Verlegung des Fuss- und Radweges.

Verkehr nahm deutlich zu

Im Ruderbach ist eine «Aufrüstung» wegen der gestiegenen Frequenz auf der Hauptstrasse nötig. Der Gesetzgeber schreibt den Bahnen vor, wie die Kreuzungen von Schienen- und Strassenverkehr bei welchen Frequenzen und Geschwindigkeiten auf Schiene und Strasse zu gestalten sind. Eine Unterführung ist zwar immer die sicherste und beste, aber auch die teuerste Lösung.