Geburtstag Mariens gefeiert

Am Sonntag waren die Sitzbänke der Kriessner Kirche bis in die vordersten Reihen besetzt, denn die Kirchenbesucher ehrten die Schutzherrschaft Mariens über die Pfarrei. Sie feierten mit Pater Adrian Willi, dem Provinzial der Schweizer Pallotiner, den Gottesdienst.

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Die Gottesdienstbesucher nutzten den anschliessenden Apéro für Gespräche. (Bild: wk)

Die Gottesdienstbesucher nutzten den anschliessenden Apéro für Gespräche. (Bild: wk)

KRIESSERN. Pater Adrian Willi sagte bei seiner Begrüssung, dass er genau vor einer Woche in Jerusalem mit einer Pilgergruppe am historischen Ort von Mariens Geburt Gottesdienst gefeiert habe. «Somit war ich bereits dort mit Ihrer Pfarrei verbunden. Meistens feiert man den Todestag eines Heiligen, aber Sie dürfen den Geburtstag feiern. Das ist etwas ganz Besonderes», lauteten seine herzlichen Worte.

Erhebende Musik

Kraftvolle Stimmen der Kirchenchöre Rebsteins und Kriesserns trugen gemeinsam die «Messe Brève» von Charles Gounod vor. Die Lieder «Ave Maria» von Giulio Caccini und «Um dich, o Herr, zu preisen» von Frank Schubert erfüllten das Gotteshaus mit Festfreude. Die Musiker des Orchestervereins Widnau und der Musikgesellschaft Kriessern umrahmten die Gesangsdarbietungen.

An der Orgel spielte Boris Tschirky, die Gesamtleitung hatte André Vitek.

Weltliche Festpredigt

In seiner Predigt ging Pater Adrian Willi auf das zuvor gehörte Sonntags-Evangelium ein. Es sei ein langes, etwas «langweiliges» Evangelium. Aber dennoch habe es seine Berechtigung. Es beginne mit dem Stammbaum Jesu und zeige auf, dass keine Generation «die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat», führte er aus. «Wir kommen nicht aus dem Nichts, wir alle haben einen Stammbaum. Am Geburtstag erhalten wir Glückwünsche und Geschenke, womit uns die Menschen sagen wollen, dass sie dankbar sind, dass es uns gibt.» Hierzu gab Pater Willi zu bedenken: «Wo gibt es so etwas noch in einer Geld-orientierten Welt? Wenn wir nur geschätzt werden, wenn wir etwas leisten oder etwas haben? Nichts ist so vergänglich wie Leistung und Besitz. Dies allein macht uns nicht glücklich.»

Aufmunternd führte er weiter aus: «Marias Grösse ist nicht ihre Leistung, sondern ihr Ja zum Willen Gottes. Unsere eigene Geburt ist unsere Berufung. So, wie uns das Leben bei der Geburt geschenkt wird, so wird uns auch unsere Berufung geschenkt, auf den Willen Gottes ausgerichtet.»

Der anschliessende Apéro rundete das kirchliche Geburtstagsfest zu einem fröhlichen Pfarreifest ab, wo die Geselligkeit und der Austausch gepflegt werden konnten. (wk)