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Gebühren für Abfall bleiben stabil

Mit Abfall lässt sich gut geschäften. Das beweist der Verein für Abfallentsorgung mit einem unerwartet hohen Gewinn. Die Gebühren für die Kehrichtverbrennung sollten deshalb in den nächsten Jahren kaum steigen.
Gert Bruderer
Gut gefüllt wie der Kehrichtsack ist die Kasse der Kehrichtverwerter. (Bild: Gert Bruderer)

Gut gefüllt wie der Kehrichtsack ist die Kasse der Kehrichtverwerter. (Bild: Gert Bruderer)

RHEINTAL/BUCHS. Der Abfall aus den Gemeinden von Rüthi bis Rheineck wird nach Buchs gekarrt und dort, zusammen mit dem Abfall aus 30 weiteren Gemeinden verbrannt. Einsammeln und entsorgen kostet freilich Geld, und diese Kosten werden in den nächsten Jahren steigen. Man denke nur an den Benzinpreis. Andererseits wird mit dem Verbrennen von Kehricht Energie gewonnen. Mit ihr werden zwei grössere Unternehmen im Fürstentum Liechtenstein und 641 Haushalte versorgt.

Davon profitieren die Kehrichtverwerter so stark, dass nun der Ausbau des Fernwärmenetzes geplant ist. Einem Ja an der bevorstehenden Delegiertenversammlung steht wohl nichts im Weg.

Energie bringt Einnahmen

Die Kehrichtentsorgung beschert dem Verein für Abfallentsorgung (Buchs) ebenso Einnahmen wie der Verkauf der gewonnenen Energie. Noch vor fünf Jahren wurden 76 % der Einnahmen mit der Kehrichtentsorgung erzielt und 24 % mit der Dampf-, Fernwärme- und Stromlieferung. Dieses Verhältnis hat sich markant zugunsten des Energieverkaufs verschoben und liegt nun bei 62:38. Für die Kehrichtverbrennungsanlage wird also die Produktion von erneuerbarer Energie immer wertvoller. Letztes Jahr war erstmals die neue Dampfleitung voll in Betrieb. Die bisherige Menge an Fernwärme und Dampf aus Kehricht hat sich dadurch mehr als verdreifachen lassen. Dem für die Kehrichtverbrennung zuständigen Verein für Abfallentsorgung sind die Rheintaler Gemeinden als Zweckverband Kehrichtverwertung Rheintal (KVR) angeschlossen.

Dieser Verband setzt für die Rheintaler Bevölkerung die Preise für die Abfallsäcke, Containerplomben, Bündel- und Sperrgutmarken fest. In der Vergangenheit waren diese Gebühren nicht nur stabil, sondern vor drei Jahren wurden sie sogar gesenkt – um etwa 10 Prozent.

Keine höheren Gebühren

Nun hat der Verein für Abfallentsorgung ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 hinter sich. Der Cashflow des Jahres 2009 wurde mehr als verdoppelt und belief sich auf 16,5 Mio. Franken. Das war sehr viel mehr, als man erwartet hatte. Obschon der Verein für Abfallentsorgung noch die stolze Summe von rund 30 Millionen Franken abzuschreiben hat und er vor neuen Investitionen ja nicht gefeit ist, steht er ausgezeichnet da. Das dient auch den Rheintaler Gemeinden. Die von deren Zweckverband festgelegten Gebühren werden zwar vom Geschäftsgang in Buchs nicht unmittelbar beeinflusst, doch je besser es dem dortigen Verein für Abfallbeseitigung geht, desto besser geht es auch dem KVR, dem übrigens auch Oberegg, Walzenhausen und Reute angehören. Der jüngst erzielte Geschäftserfolg des VfA trägt nach Einschätzung von KVR-Präsident René Zünd jedenfalls dazu bei, dass die Rheintaler Bevölkerung für die nächsten Jahre eher keine höheren Kehrichtgebühren zu befürchten hat.

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