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Gärtnerei Sennhauser wird abgebrochen

Seit 40 Jahren steht die Gärtnerei von Max Sennhauser. Jetzt werden die Gewächshäuser aber abgebaut, weil der 69-jährige Pensionär keinen Nachfolger für sein Unternehmen gefunden hat.
Chris Eggenberger
An Gartenbau erinnert bei Max Sennhausers Anlage nur noch wenig. (Bild: Chris Eggenberger)

An Gartenbau erinnert bei Max Sennhausers Anlage nur noch wenig. (Bild: Chris Eggenberger)

Die Scheiben sind schon fast komplett weg und das Metallgerüst wird diesen Winter auch nicht mehr frieren müssen, unabhängig von den Schneeverhältnissen. Zusammen mit seinem langjährigen Mitarbeiter Peter Lippus und einem weiteren Helfer arbeitet Max Sennhauser am Rückbau seines Lebenswerks. Bis auf einige wenige Beete soll das Gelände Mitte nächsten Jahres wieder von sattem Grün überwachsen sein. Sennhauser selbst wirkt im Interview aber nicht allzu sentimental. «Es ist meine einzige Option, damit muss ich leben», sagt er. Im Vergleich zu früher habe sich die Ausgangslage grundlegend verändert. Die erstarkte Konkurrenz von Grossverteilern habe in den letzten Jahren zu einem extremen Rückgang von Gärtnereien in der Region geführt. Grosse Firmen importieren die Produkte massenweise aus Holland oder Belgien, da könne ein Kleinunternehmen preislich nicht mithalten.

Die Zukunft für den kleinindustriellen Gartenbau sieht laut Sennhauser nicht sehr rosig aus. Er selbst erzählt, vor 25 Jahren sei er noch nicht ernst genommen worden, als er einen leichten Rückgang der Branche vorhersagte. Heute wären alle froh, wäre es bei einem «leichten» Rückgang geblieben.

Der 69-Jährige erzählt, er habe seine Plantage grossflächig erweitern müssen, um weiter überleben zu können. Damit wäre wohl auch ein Standortwechsel nötig geworden. Doch weil er sowieso in Rente gehen wollte und sich die Suche nach einem Nachfolger sehr schwierig gestaltet habe, liess er diese Idee wieder fallen.

Im Alter noch zu arbeiten sei für ihn keine Option gewesen, sagt Sennhauser. Er werde weiter hobbymässig Pflanzen züchten, möchte den Rückbau aber angehen, solange er noch selbst mit anpacken kann. «Im Moment bin ich zufrieden, ich kann mich selbst beschäftigen», sagt der Pensionär.

Er möchte seinen Ruhestand mit seinen Kollegen im Rheintal geniessen. Denn es sei ein «wunderschönes Eck der Welt».

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