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GAIS: Senn veröffentlicht «Sennemusig»

Im Rahmen eines Konzerts kann Nicolas Senn am Dienstag seine dritte Solo-CD taufen. Es ist die erste Scheibe, auf der nur Eigenkompositionen zu hören sind. Der Name «Sennemusig» ist demnach Programm.
Roger Fuchs
Nicolas Senn freut sich auf die Taufe und Veröffentlichung seines dritten Soloalbums. (Bild: Roger Fuchs)

Nicolas Senn freut sich auf die Taufe und Veröffentlichung seines dritten Soloalbums. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

Sieben Jahre sind seit der letzten Solo-CD von Hackbrettvirtuose Nicolas Senn vergangen. Seit Abschluss des Wirtschaftsstudiums im letzten Oktober an der Universität St. Gallen bleibt dem Appenzeller wieder mehr Zeit für die Musik. Nächste Woche erscheint sein neustes Werk, eine Produktion mit dem Namen «Sennemusig». 15 Eigenkompositionen sind auf der CD zu hören.

Eingespielt hat er diese zusammen mit seiner eigenen Appenzeller Formation sowie dem Trio Senn/Wyss/Küng und dem klassischen Trio Fontane. Vier Titel sind Hackbrettsoli von Nicolas Senn. «Ich wurde oft gefragt, ob es nicht einmal eine CD gibt, auf der nur das Hackbrett zu hören ist», begründet der Musiker.

Die meisten Stücke auf dem neuen Tonträger sind jeweils im Hinblick auf einen konkreten Anlass, ein Fest oder einen Fernsehauftritt entstanden. Der Ti­- tel «Meglisalp-Schneefest» beispielsweise erinnert an das jährliche Kapellfest Anfang August auf der Meglisalp. Seit zehn Jahren ist Nicolas Senn dort für den musikalischen Rahmen zuständig. «Im Solostück sind die Wanderung, die Stobete, die Feier und der Alpsegen verpackt», sagt er. Oder «De Kurt-Spurt», ein Titel, den Nicolas Senn dem verstorbenen «Hopp de Bäse»-Moderator Kurt Zurfluh für seine letzte Sendung gewidmet hat.

Fast jeden Abend wird geprobt

Wer die neue CD hört, merkt schnell: Selbst wenn sich alle Titel an die Appenzeller Musik anlehnen, Senn hat auch seiner musikalischen Kreativität freien Lauf gelassen. Unkonventionelle Harmonien und spezielle Rhythmen prägen die Stücke. Für die Musizierenden bedeutet dies, dass die Lieder nicht einfach auf gängigen Abfolgen basieren und auch im Hinblick auf das Livekonzert bei der CD-Taufe vom kommenden Dienstag, 16. Januar, 19 Uhr, richtig geübt werden müssen. Und so wird in dieser Woche fast jeden Abend geprobt – erst in Kleingruppen, Ende Woche kommt es dann zu einer Generalprobe mit allen Mitwirkenden.

Eigene Melodien entstehen bei Nicolas Senn oft dann, wenn er vor sich hin pfeift. Immer wieder zückt er dabei sein iPhone und zeichnet seine Inspirationen auf. Zu Hause erarbeitet er daraus dann ein konkretes Stück. Während die Hackbrett-Stimme direkt am Instrument entsteht, schreibt er die Arrangements für die anderen Instrumente am Computer. Und mit einem Lächeln fügt Senn an: «Am Schluss spuckt das Musikprogramm dann gleich die Noten aus.»

Einige der Aufnahmen für die neue CD fanden beim Ländlermusiker Philipp Mettler im Kanton Schwyz statt, für die Hackbrettsoli hatte Nicolas Senn ein Tonstudio im Appenzellerland eingerichtet. Jetzt freut er sich darauf, das Album der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Es steht anschliessend nicht nur physisch als CD, sondern auch als Download auf iTunes zur Verfügung.

Auf Nicolas Senn wartet kurz nach der CD-Präsentation bereits die nächste Herausforderung. Am 27. Januar moderiert er die jährliche Livesendung «Viva Volksmusik» auf SRF 1.

Für die CD-Präsentation vom 16. Januar, 19 Uhr, in der reformierten Kirche in Gais hat es noch Plätze. Reservation erwünscht über www.nicolassenn.ch

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