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Fussballplätze im Riet

Wegen des Hochwasserschutzes am Rhein (Rhesi) will die Gemeinde Lustenau Fussball-Trainingsplätze vom Rheinvorland ins Riet verlegen. Das Vorhaben hängt von den Widnauer Ortsbürgern ab. Sie stimmen am 18. März ab.
René Schneider

LUSTENAU. «Die Marktgemeinde Lustenau hat die historische Chance, ein Fussballnachwuchs-Zentrum im Oberen Schweizer Riet zu verwirklichen», sagte der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer nicht ohne Pathos an der Medienorientierung. Das Projekt sei eine «einmalige Chance».

Die Gemeinde Lustenau will von der Ortsgemeinde Widnau acht Hektaren (80 000 Quadratmeter) Landwirtschaftsland im Baurecht pachten. Darauf will sie ein Fussballnachwuchs-Zentrum mit Sportanlagen und Infrastruktur realisieren. Jetzt wird die vorgesehene Fläche zum grossen Teil von zwei Widnauer Landwirten bewirtschaftet. Auf anderthalb Hektaren ist eine Schrebergarten-Anlage mit etwa zwanzig Kleingärten und Gartenhäuschen.

«Was haben die Widnauer Ortsbürger und allenfalls die Widnauer Fussballer davon, wenn das Projekt realisiert wird?» Das fragte ein Vorarlberger Journalist in der Fragerunde. Ortsgemeindepräsident Karl Köppel zählte auf: mögliche Synergien bei der Nutzung, die neue Gestaltung sowie die sportliche und touristische Aufwertung des Gebietes, finanzielle Vorteile.

Die Landwirte und Schrebergärtner als Pächter zahlen der Ortsgemeinde ein paar Franken pro Jahr und Are. Der Baurechtszins der Gemeinde Lustenau (das Land soll nicht verkauft, sondern der Gemeinde Lustenau für 75 Jahre im Baurecht überlassen werden) würde ein Vielfaches davon in die Kasse der Ortsgemeinde spülen. Der Pachtzins werde «fair und marktgerecht» sein, sei aber noch nicht ausgehandelt, erklärten Fischer und Köppel.

Auch stünden nicht finanzielle, sondern gemeinsame und partnerschaftliche Überlegungen im Vordergrund. So will etwa die Gemeinde Lustenau «tatkräftig mithelfen», bei der Suche nach Realersatz für die Pächter. Die Ortsgemeinde Widnau erwartet durch das Projekt die «gesamträumliche Optimierung des Oberen Schweizer Rietes hinsichtlich Verkehrsführung, Entwässerungssituation und einer bestmöglichen Situierung der unterschiedlichen Nutzungsformen», schreibt sie im Gutachten mit Antrag an die Bürgerschaft.

Andere Standorte seien geprüft worden, sagte Fischer. Der Standort am südlichen Siedlungsrand sei jedoch optimal. Die Zusammenarbeit Gemeinde Lustenau/Ortsgemeinde Widnau sei «modellhaft vorbildlich» gewesen. Er sei zuversichtlich, dass die Widnauer Ortsbürgerschaft das zukunftsträchtige Projekt gutheisst.

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