Fussballer duschen bald solar

RÜTHI. An der Vorversammlung der Politischen Gemeinde Rüthi wurde informiert, dass das Clubhaus der Sportanlagen Rheinblick mit einer Photovoltaik- und Solarthermieanlage ausgerüstet wird.

Kurt Latzer
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Strom und heisses Wasser sollen ab kommendem Sommer vom Dach des Clubhauses der Sportanlagen Rheinblick fliessen. (Bild: Kurt Latzer)

Strom und heisses Wasser sollen ab kommendem Sommer vom Dach des Clubhauses der Sportanlagen Rheinblick fliessen. (Bild: Kurt Latzer)

Für das Projekt bei den Sportanlagen zuständig ist Gemeinderat Martin Schöb. Wie er auf Anfrage sagt, sei die Idee, das Clubhaus mit Solarzellen aufzuwerten, schon einige Jahre alt. Im Rahmen des Prozesses zur Zertifizierung mit dem Label Energiestadt Rüthi seien auch verschiedene Möglichkeiten besprochen worden, wie man vermehrt erneuerbare Energien nutzen könnte. «Und die Elektra Rüthi hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, etwas zur Verbesserung der Nutzung erneuerbarer Energie beizutragen.» Das Clubhaus bei der Sportanlage Rheinblick Rüthi habe sich dabei für die Gewinnung von Sonnenenergie als geradezu ideales Objekt ergeben.

Knapp 25 000 kWh sparen

Wie Martin Schöb sagt, hat die Photovoltaikanlage eine Fläche von 64 Quadratmetern. Die Stromproduktion beträgt gemäss Schätzung 10 480 Kilowattstunden (kWh). Die Solarthermieanlage mit 32 Quadratmeter Fläche sei auf die Bedürfnisse der Sportanlage Rheinblick ausgelegt. «Die Einsparung für die Warmwasseraufbereitung durch die Solarthermieanlage entspricht einem Stromverbrauch von etwa 14 260 kWh», sagt der Gemeinderat.

Das Warmwasser werde in zwei Speicherbehältern zu je 2000 Litern gespeichert. Die Warmwasserproduktion durch die neue Solarthermieanlage reiche problemlos für den Normalbetrieb. Wenn aber grössere Sportveranstaltungen, wie beispielsweise das Grümpelturnier oder die Dorfstafette durchgeführt werden, dann werde für die Warmwasseraufbereitung zusätzlicher Strom nötig sein, so Martin Schöb.

Bau auch ohne Fördergelder

Laut Elektra Rüthi liegt der Stromverbrauch der gesamten Sportanlagen bei etwa 52 000 kWh pro Jahr. Das Clubhaus wird jedes Jahr von Februar bis Mitte November benützt. Die Anlage kostet mit den nötigen baulichen Anpassungen am Dach 130 000 Franken. Im Moment sei der Entscheid für KEV-Fördergelder (KEV: kostendeckende Einspeisevergütung) noch ausstehend. «Die Anlage auf dem Dach des Clubhauses wird aber auch ohne Fördergelder erstellt», sagt Schöb.

Mit den Bauarbeiten soll Ende Mai begonnen werden. Für den Samstag, 27. August, 10 bis 16 Uhr, ist ein grosses Fest zur Einweihung geplant. Im Rahmen dieser Feier wird es auch einen Informationsanlass zum Thema Nutzung der Sonnenenergie geben.

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