FUSSBALL: Widnau erzwingt das Glück zurück

Mit gutem Spiel, zahlreichen Torchancen und vier Toren rangen die Widnauer die in manchen Phasen ebenbürtigen Gäste aus Mels nieder und gewannen verdient mit 4:2.

Gerhard Huber
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Daniele Lamorte (blau, hinten) und Daniel Lässer (vorne) harmonierten gut. (Bild: Ulrike Huber)

Daniele Lamorte (blau, hinten) und Daniel Lässer (vorne) harmonierten gut. (Bild: Ulrike Huber)

Steter Tropfen höhlt den Stein. Nach diesem Motto bezwang Widnau die Gäste aus Mels. Defensiv meist konsequent, im Mittelfeld eloquent und in der Offensive mit den notwendigen Toren, wurden drei Punkte eingefahren.

Keine Aufwärmphase, kein taktisches Geplänkel

Die beiden Teams brauchten diesmal keine Aufwärmphase. Man kennt sich ja aus vielen Jahren 2. Liga interregional und ist letzte Saison zusammen abgestiegen. In der ersten Viertelstunde setzte Widnaus Murat Demirtas den ersten Gewaltschuss neben den Pfosten. Doch es waren die Gäste, die durch eine Standardsituation mit 1:0 in Führung gingen. Ein Eckball fand den Scheitel von Wildhaber und von dort ins Tor.

In der Folge schossen Lamorte, Jusefi und zweimal Demirtas gefährlich aufs Tor, doch ent­weder ging das Spielgerät direkt daneben, an die Seitenpfosten oder konnte von Goalie Müller entschärft werden. Ein weiterer Pfostentreffer nach einem Vorstoss von Hutter prallte zu Lamorte zurück, der zum Ausgleich einnetzte. Und noch vor dem Pausentee erzielten die Aege­- ten-Jungs mit einem «echten Nüesch» die 2:1-Führung. Eine Rückgabe der Melser sollte eigentlich sichere Beute des Tormanns sein, doch Müller unterschätzte die Geschwindigkeit des in seiner unnachahmlichen Art heranstürmenden Widnauer Urgesteins – Prellball, Tor.

Widnauer Offensive schnürt Gäste ein

Die Sonderegger Truppe startete auch furios in die zweiten 45 Minuten. Angriff um Angriff brandete gegen das Melser Tor. Die Gäste wurden eingeschnürt wie beim Handball. Zunächst konnte noch ein Lamorte-Knaller vom Goalie abgelenkt werden, aber nachdem ein weiterer Torschuss nur noch von einem Melser Verteidiger mit dem Kopf von der Linie geklärt werden konnte, prallte die Kugel in der 50. Minute zu Dario Faleschini, der aus vollem Lauf überlegt einschoss. Mit der beruhigenden 3:1-Führung im Rücken, schalteten die Heimischen etwas zurück.

Kurz vor Schluss erhöhte Daniele Lamorte sein Torkonto, als er ein Missverständnis zum 4:1 ausnutzte. Das von Kevin Willi in der Nachspielzeit erzielte zweite Tor der Gäste war nur noch Ergebniskosmetik.

Gerhard Huber

2. Liga, Gruppe 1

Widnau – Mels 4:2 (2:1)

Aegeten – 220 Zuschauer – SR: Oliva.

Tore: 14. Wildhaber 0:1, 34. Lamorte 1:1, 40. Nüesch 2:1, 49. Faleschini 3:1, 89. Lamorte 4:1, 90.+1. Willi 4:2.

Widnau: Zehrer (46. Lenz); Thönig, Liechti, Lüchinger, Faleschini; Hutter (41. de Almeida), Demirtas, Lässer, Jusefi; Nüesch, Lamorte.

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