FUSSBALL: Widnau drei Tore besser

In einem nach der Pause einseitigen Derby siegten die Gäste gegen Au-Berneck 4:1 (1:1). Die ersten beiden Tore waren bereits nach vier Minuten gefallen.

Paul Gehrig
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Au-Berneck strauchelt zum Saisonauftakt: Daniel Zeilinger fällt im Zweikampf mit Doppeltorschütze Dominik Nüesch über seinen Torhüter Kevin Jung. (Bild: Yves Solenthaler)

Au-Berneck strauchelt zum Saisonauftakt: Daniel Zeilinger fällt im Zweikampf mit Doppeltorschütze Dominik Nüesch über seinen Torhüter Kevin Jung. (Bild: Yves Solenthaler)

Paul Gehrig

Die Gelb-Blauen versagten vor rund 500 Zuschauern auf der ganzen Linie; sie ermöglichten Widnau einen einfachen Sieg, das allerdings vor der Pause auch Mühe bekundete.

Angefangen hatte das Spiel jedoch vielversprechend: Nach vier Minuten stand es bereits 1:1. Zuerst hatte Dominik Nüesch die Gäste nach 100 Sekunden in Führung gebracht, zwei Minuten später beantwortete Innenverteidiger Andy Rodrigues dieses Tor mit dem Ausgleich für die Gastgeber. Er hatte mit Sganzerla einen zweifachen Doppelpass gespielt.

Auer Auftakt mit vielen Debütanten missglückt

Nach dem frühen Tor kamen aber die Auer kaum noch zu einer nennenswerten Möglichkeit. Der Ein­ stand des neuen Trainers Jürgen Maccani ist damit missglückt. Im Auer Lager macht sich die Erkenntnis breit, dass es einer klaren Steigerung bedarf, um wie gewünscht vorne mitzuspielen.

Wieder mal starten die Auer mit vielen neuen Gesichtern in die Saison: Auch das ehemalige Schwarzacher Trio Sganzerla, Cifonelli, Godoi sowie der neue Abwehrchef Hirschbühl gaben ihr Debüt auf der Degern. Und mit Ajdin Softic kam auch ein Debütant aus den eigenen Reihen zum Zug.

Wohl Entscheidendes ereignete sich nach einer halben Stunde: Sganzerla, der bisher gefährlichste Auer, musste verletzt ausgewechselt werden. – Das Spiel flachte nach dem fulminanten Beginn ab, die nächste Gelegenheit hatte Widnau nach 37 Minuten; Nüesch traf sogar erneut, hatte vorher aber Zeilinger gefoult. Abdoski und der Ex-Auer Gröber vergaben die Führung der Gäste, auch weil Goalie Jung gut reagierte.

Nach der Pause übernahm Widnau definitiv das Zepter. Hirschbühl und nochmals Jung wehrten einen weiteren Treffer ab. Au-Berneck wurde noch einmal halbwegs gefährlich, als Zeilinger links durchbrach – seine Hereingabe verendete aber vor dem Tor. Sonst war die Auer Offensive nicht vorhanden.

Rückkehr von Knipser Abdoski zahlt sich aus

Widnau dagegen erhöhte den Druck nochmals – und hatte mit Rückkehrer Abdoski einen Knipser in seinen Reihen, der zweimal goldrichtig stand. Beim 2:1 war er vom starken Nüesch, beim 3:1 von Hutter bedient worden. Dazwischen hatte nochmals Jung gegen Thönig gerettet, dann gegen den ebenfalls auffälligen Lässer, der auch noch die Querlatte traf. Au hatte zuvor mit einem Distanzschuss von Cifonelli ein plötzliches Lebenszeichen gesendet.

Das 4:1 in der Nachspielzeit war nur Zugabe: Abdoski wurde im Strafraum gefoult. Er überliess die Ausführung des Strafstosses Nüesch, der die Partie beendete wie er sie begonnen hatte: Mit einem Tor. (Telegramm links)