Fussball
Traumsaison der Frauen von Au-Berneck endet mit dem Aufstieg

Die Frauen von Au-Berneck haben 2020/21 neun Siege in Serie gefeiert. Sie belohnen sich für diesen Lauf mit dem Aufstieg in die 2. Liga.

Remo Zollinger
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Das Frauenteam des FC Au-Berneck hat allen Grund zum Feiern: Es gewann neun von zehn Spielen, stieg in die 2. Liga auf – und trifft dort auf den Ex-IG-Partner FC Widnau.

Das Frauenteam des FC Au-Berneck hat allen Grund zum Feiern: Es gewann neun von zehn Spielen, stieg in die 2. Liga auf – und trifft dort auf den Ex-IG-Partner FC Widnau.

Bild: pd

Am letzten Samstag verliessen die Au-Berneckerinnen zum ersten und einzigen Mal in dieser Saison das Spielfeld ohne Punkte. Bei Münsterlingen-Berg verloren sie 2:3, nachdem sie dank zwei Penaltytoren von Anina Eicher und Sonja Kutzer zuvor einen 0:2-Rückstand wettgemacht hatten. In der Nachspielzeit fiel dann jedoch das Siegtor für die Thurgauerinnen. Ins Gewicht fiel das nicht mehr: Weil der Aufstieg schon nach dem 3:0 gegen Münchwilen eine Woche zuvor festgestanden war, hatte die Niederlage keine Folgen.

Zuvor war die Saison ein einziger Triumphzug in Blau-Gelb. 7:1 gegen Chur zum Auftakt, 3:1 in Gossau, 6:0 gegen Buchs, 3:2 in Frauenfeld, 4:3 gegen Weinfelden, 2:0 in Triesen, 4:0 gegen Kirchberg, 4:0 gegen Bühler II: So spielt ein Aufsteiger. Und das im doppelten Sinn. Au-Berneck ist nicht nur Ende dieser Saison in die 2. Liga aufgestiegen, das Team war auch erst im Sommer 2018 in die 3. Liga aufgestiegen und hat einen steile Aufwärtsentwicklung gezeigt.

Die Erwartungen bei Weitem übertroffen

Trainer Giuseppe De Martis bestätigt das – und sagt: «Wir sind überglücklich. Wir haben erwartet, unter den besten Fünf mitspielen zu können. Dass es zum Aufstieg reicht, hatten wir aber wirklich nicht gedacht.» Das Team habe sich im Verlauf der letzten Jahre zu einer eingeschworenen Gemeinschaft entwickelt, der Zusammenhalt habe auch unter Corona nicht gelitten. Dies machte den Erfolgslauf in der soeben abgelaufenen Saison überhaupt erst möglich. Die Mannschaft hat sich mit dem Aufstieg selber beschenkt.

Denn nun kommt es in der 2. Liga zum Derby mit den Frauen des FC Widnau. Die IG, die die beiden Vereine im Frauenbereich haben, wird für mindestens ein Jahr ausgesetzt. Giuseppe De Martis und Widnaus Frauentrainer Pascal Roth hätten sich darauf geeinigt, um den Au- Berneckerinnen die Chance zu geben, in der 2. Liga zu spielen. «Wir wollen das jetzt einfach versuchen. Was dabei herauskommt, werden wir sehen», sagt Giuseppe De Martis. Sein Team habe auf diesem Level noch keine Erfahrung und schnuppere nun unbekümmert in diese Liga herein.

Ein sportliches Ziel setzt De Martis sich und der Mannschaft noch nicht. Wichtiger sei, es gemeinsam zu versuchen. Bezüglich IG haben die Vereine sich in Freundschaft getrennt: Sollte Au-Berneck die 2. Liga nicht halten können, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder aufgenommen. Und Spielerinnen, die in ihrer jeweiligen Mannschaft nicht trainieren können, können dies auch weiterhin beim anderen Team tun.

Au-Bernecks Trainer heisst auch nächste Saison Giuseppe De Martis. «Mit dem Team und Assistent Norbert Rose möchte ich einmal eine wirklich ganze Saison erleben», sagt er. Corona hat dies zuletzt verhindert, weshalb der Trainer sich noch mehr auf die Saison 2021/22 freut. Er wird sie in einer neuen Liga in Angriff nehmen.

3. Liga, Gruppe 1

Schlussrangliste (alle 10 Spiele): 1. Au- Berneck 27, 2. Weinfelden-Bürglen 23, 3. Münsterlingen-Berg 22, 4. Triesen 19, 5. Chur 18, 6. Frauenfeld III 14, 7. Kirchberg 14, 8. Gossau 10, 9. Münchwilen 7, 10. Bühler II 3, 11. Buchs 1.

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