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FUSSBALL: Rüthi siegt mit neun Spielern

Rüthi gewinnt das 3.-Liga-Derby gegen Rebstein 1:0. Rüthi spielte in den letzten zehn Minuten in doppelter Unterzahl, sicherte den Sieg aber mit viel Kampfgeist.
Hansueli Steiger
Rebsteins Simon Schranz ist vor Rüthis Pascal Zäch am Ball. Ein Treffer gelang den Gästen auf dem Rheinblick jedoch nicht. (Bild: Hansueli Steiger)

Rebsteins Simon Schranz ist vor Rüthis Pascal Zäch am Ball. Ein Treffer gelang den Gästen auf dem Rheinblick jedoch nicht. (Bild: Hansueli Steiger)

Hansueli Steiger

Rüthis Trainer Anto Tomas sagte, dass sich sein Team den Sieg mit sehr viel Kampfgeist verdient habe: «Wir haben diesen Sieg ­unbedingt gewollt. Er ist enorm wichtig für uns.»

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Aktionen mit Torgefahr konnten an einer Hand abgezählt werden. Die gefährlicheren Möglichkeiten hatten die Gastgeber. Am nächsten an einem Torerfolg war Rüthi nach 19 Minuten. Sanseverino kam nach einer genauen Hamburger-Flanke frei zum Kopfball, setzte den Ball aber knapp über das Gehäuse. Die Rebsteiner Offensivbemühungen blieben immer wieder eine Beute der Rüthner Verteidiger. Die letzte erwähnenswerte Möglichkeit vor der Pause hatte Städler, dessen Flachschuss in Minute 38 knapp neben das Tor rollte.

Kurz nach dem Führungstor geriet Rüthi in Unterzahl

Die Zuschauer hofften auf spielerisch bessere zweite 45 Minuten. Das Wetter passte, der Rasen war nach dem Schneefall vom Vortag in einem erstaunlich guten Zustand. Zehn Minuten nach der Pause lief Allgäuer durch und liess Kühn im Gäste-Tor keine Abwehrmöglichkeit. Vier Minuten nach dem 1:0 standen nur noch zehn Rüthner auf dem Platz, Hamburger wurde unter die Dusche geschickt. Dennoch hatte das Heimteam das zweite Tor auf dem Fuss: Nach einem Ballverlust in der Rebsteiner Hintermannschaft lief Sanseverino auf Torhüter Kühn zu, konnte diesen aber nicht überwinden.

Die Gäste hatten nach 70 Minuten durch einen Kühnis-Kopfball die erste wirklich gute Chance im gesamten Spiel. Zehn Minuten vor Schluss schöpften sie neue Hoffnung, denn nach einer gelb-roten Karte gegen Allgäuer konnten sie die letzten Minuten in doppelter Überzahl bestreiten.

Rebsteins Powerplay blieb wirkungslos

Rebsteins Trainer Giger brachte mit Lleshi und Nüesch frische ­Offensivkräfte. Das Geschehen spielte sich nun praktisch ausschliesslich in der Rüthner Hälfte ab. Und es wurde hochspannend. Rebstein war pausenlos im Angriff, doch immer wieder konnte ein gegnerischer Spieler befreien. Die beste Möglichkeit hatte ­Tsalekou. Sein Bogenball in der 87. Minute war brandgefährlich.

In den letzten Minuten ging auch Torhüter Kühn mit in den Angriff. Die Gäste wollten wenigstens einen Punkt mitnehmen. In der vierten Minute der Nachspielzeit war Rebstein nur wenige Zentimeter vom Ausgleich entfernt. Mit dem Mut der Verzweiflung probierte es, jede sich bietende Schussgelegenheit zu nützen, doch zwei Mal innert wenigen Sekunden scheiterten diese Bemühungen. Die Rüthner Verteidigung konnte diese letzten Versuche jeweils noch ganz knapp vor der Linie wegkratzen.

Danach konnten die Gastgeber die drei Punkte definitiv verbuchen. «Manchmal gibt es solche Spiele. Ich glaube, wir hätten noch zwei Stunden weiterspielen können, ohne ein Tor zu er­zielen», sagte Rebsteins Spieler Kühnis nach dem Spiel.

Zu reden gab bei den Zuschauern die Kartenflut: sieben gelbe, eine gelb-rote und eine rote Karte. Man könnte meinen, dass es auf dem Sportplatz Rheinblick ordentlich zur Sache ging. Dem war aber nicht so. Natürlich war es ein Derby, natürlich waren Kampf und Emotionen drin – die gehören ganz einfach dazu, zur schönsten Nebensache der Welt. Aber unfair oder gar gehässig war die Partie zu keinem Zeitpunkt.

3. Liga, Gruppe 2

Rüthi – Rebstein 1:0 (0:0)

Rheinblick – 150 Zuschauer – SR: Muniain.

Tor: 55. Allgäuer 1:0.

Rüthi: Keller; Sonderegger, Kobler, Moosbrugger, Sala; Hamburger, Städler, Allgäuer, Hobel; Zäch, Sanseverino. Eingewechselt: Ammann, Heeb, Saiti, Sönmez, Seljmani.

Rebstein: Kühn; Kamalanathan, Baumgartner, Haltiner, Böhrer; Köppel, Krijan, Schranz, Eugster; Tsalekou, Tomasic. Eingewechselt: Nüesch, Niederl, Kühnis, Lleshi, Reho.

Gelbe Karten: 4. Sala, 29. Allgäuer, 43. Köppel; 52. Schranz, 84. Tsalekou, 86. Kühn, 89. Städler.

Gelb-rote Karte: 80. Allgäuer.

Rote Karte: 59. Hamburger.

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