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FUSSBALL: Optimistisch trotz neun Niederlagen

Der FC Diepoldsau-Schmitter verliert in St. Margrethen 1:4 (0:2). Es ist die neunte Niederlage im zehnten Spiel. Interimstrainer Manuel Fisch glaubt dennoch immer noch an seine junge Mannschaft.
Beni Bruggmann
Einfache Tipps in kameradschaftlichem Ton – der interimistische Diepoldsauer Coach Manuel Fisch lässt sich von der derzeitigen Misere nicht ins Bockshorn jagen. (Bild: Ulrike Huber)

Einfache Tipps in kameradschaftlichem Ton – der interimistische Diepoldsauer Coach Manuel Fisch lässt sich von der derzeitigen Misere nicht ins Bockshorn jagen. (Bild: Ulrike Huber)

Beni Bruggmann

Er ist 29-jährig und fit. Im Fussballgeschäft kennt er sich aus. Er hat in den U18- und U21-Teams des FC St. Gallen gespielt, aber auch bei Höngg in der 2. Liga inter und bei Gossau in der 1. Liga.

Sogar internationale Erfahrung hat Manuel Fisch. Während seiner Zeit bei Eschen/Mauren bestritt er zwei Europacupspiele gegen die Isländer von Hafnarfjördur. Und heute, beim FC Diepoldsau-Schmitter, dem Tabellenletzten in der 2. Liga, sitzt er nur auf der Bank. «Ich bin im Moment wichtiger an der Seitenlinie», sagt Manuel Fisch, «da versuche ich, unsere junge Mannschaft zu führen.» Seit fünf Spielen ist er Trainerassistent, Dursun Karatay ist Spielertrainer.

Interimstrainer versucht, die Spieler zu ermutigen

Fisch führt optimistisch. Er schickt seine Spieler immer wieder nach vorn und gibt ihnen einfache Tipps in einem kameradschaftlichen Ton. Da steht einer an der Seitenlinie, der es versteht, trotz der schwierigen Aufgabe, Mut zu machen. Auch wenn es – so wie immer in dieser Saison für den FCDS – schlecht läuft. «Zuerst hatten wir Mühe, ins Spiel zu kommen, doch zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt», sagt er.

Die Bilanz ist ernüchternd: In den ersten fünf Spielen unter Trainer Engelbert Hutter holt Diepoldsau einen einzigen Punkt. Der Trainer muss gehen. Er wird durch das Duo Karatay/Fisch ersetzt. Dieses erreicht noch weniger: Es verliert alle fünf Spiele. Es bleibt noch eine Hoffnung für dieses Jahr: Am nächsten Wochenende, zum letzten Saisonspiel, erwartet Diepoldsau daheim den FC Ems. Ein Sieg wä­- re Gold wert – nicht nur für die Rangliste, sondern vor allem für die Spielerseelen.

Nach der fünften Niederlage erwartet man einen geknickten Trainer, einen wortkargen Verlierer zum Gespräch. Das Gegenteil ist der Fall. Manuel Fisch ist Realist, beschönigt nichts – und hat dennoch Vertrauen in die Zukunft: «Wir haben, getreu unserer Vereinsphilosophie, praktisch lauter ‹eigene› Spieler. Sie sind zwar noch etwas unerfahren, aber sie haben das Potenzial für die 2. Liga. Es fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit. Und leider geht uns oft in der zweiten Halbzeit die Luft aus. Wir sind aber daran, den Fitnessstand zu verbessern.»

Mit dem 1:4 hat Diepoldsau die höchste Niederlage der Saison erlitten. Vorher gab es fünfmal Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied. Dennoch sieht Fisch auch in diesem Match Positives: «Die Freistösse und Eckbälle sind besser geworden. Taktisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht.»

Man spürt auch an diesem regnerischen Nachmittag in einem Spiel mit wenig Glanzlichtern und einem unerfreulichen Resultat, dass eine intakte Mannschaft spielt. Die letzten Minuten vor der Pause bringen aber doppeltes Ungemach. Zuerst verpasst Yves Kuster eine sehr gute Chance, und im Gegenzug er­-höht St. Margrethen durch einen glücklichen Treffer zum 2:0.

Dennoch beginnt Diepoldsau die zweite Halbzeit schwungvoll, ist ebenbürtig und erzielt nach einer Stunde durch Fabian Besserer den Anschlusstreffer zum 1:2. Aber fünf Minuten später ist das Spiel entschieden.

Wie geht es in Diepoldsau weiter?

Engelbert Hutter wurde nach fünf Spielen abgelöst. Gut möglich, dass die Interimstrainer Karatay/Fisch nach sechs Spielen gehen müssen. Der FC Diepolds­au-Schmitter will die Trainerfrage in der Winterpause regeln.

Wir kennen keinen Kandidaten. Aber der ehemalige Die­polds­auer Junior Fisch mit Erfahrung in höheren Ligen, der das KV und die Berufsmatur gemacht hat und nun bei der LGT Bank in Liechtenstein als Steuerspezialist arbeitet, könnte einer sein.

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