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FUSSBALL: Mit 40 Jahren immer noch in Topform

Altstätten II verliert gegen Aufsteiger Fortuna St. Gallen im letzten 4.-Liga-Meisterschaftsspiel 3:4. Mit dem ehemaligen Altstätter und aktuellen Fortunesen Christian «Gigi» Städler, der verletzt zuschauen musste, wären wohl noch mehr Tore gefallen.
Mäx Hasler
Der bald 40-jährige Christian «Gigi» Städler hat diese Saison in der 4. Liga 21 Tore erzielt. Hier demonstriert er, dass sein Ballgefühl immer noch exzellent ist. (Bild: Mäx Hasler)

Der bald 40-jährige Christian «Gigi» Städler hat diese Saison in der 4. Liga 21 Tore erzielt. Hier demonstriert er, dass sein Ballgefühl immer noch exzellent ist. (Bild: Mäx Hasler)

FUSSBALL. Eigentlich hätte das Spiel der Altstätter Reserven gegen Fortuna für einen Altstätter der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison werden sollen. Dies wurde es leider nicht, denn besagter Altstätter war wegen eines Muskelfaserrisses, den er sich in Rebstein zugezogen hatte, zum Zuschauen gezwungen. Die Rede ist von Christian «Gigi» Städler, der im Dezember 40 Jahre alt wird und noch immer eine Stütze seines Teams ist. Auch in dieser Saison hat er wieder 21 Tore erzielt.

Vorbild für Junge

Für Trainer Huse Semanic, der nach dem Aufstieg den Verein verlässt und einen neuen Posten sucht, ist Städler ein Spieler, den jeder Trainer gerne in seinem Team hat. «Gigi ist ein sehr guter Spieler, charakterlich ein super Typ, und er gibt im Training und im Spiel immer alles», fasst der Trainer Städlers Qualitäten kurz zusammen.

Laut Semanic hat Städler noch immer die Kondition eines 20- Jährigen. «Obwohl ich Fortuna verlasse, hoffe ich dass <Gigi> noch mindestens eine Saison anhängt. Er ist einer, der bis zur letzten Sekunde kämpft und seine Mitspieler mitreissen und motivieren kann.» Bei so viel Lob ist es fast logisch, dass der Goalgetter selbst als 39-Jähriger einen Stammplatz im Team hat.

Städler sind die Komplimente seines Trainers fast peinlich, obschon, wie er zugibt, er sie gerne hört. Dennoch relativiert der Geschmeichelte: «Das mit der Kondition eines 20-Jährigen stimmt nicht ganz. Ich fühle mich zwar noch fit, muss aber meine Sprints im Spiel gegenüber früheren Zeiten jetzt einteilen», sagt der Mann, der im nächsten Monat zum ersten Mal Vater wird. Seine Frau Carine hat übrigens nichts dagegen, wenn ihr Angetrauter noch ein, zwei Saisons anhängt.

Hattrick-Rekord verbessert

Städler ist noch immer ein Torgarant. Von den 59 Toren, die Fortuna erzielt hat, gehen 21 auf sein Konto – gleich viele Treffer hat Staads Boris Zivaljevic in der 3. Liga geschossen, der damit der drittbeste Rheintaler Torschütze der Saison ist. Letzte Saison seien es sogar 28 gewesen. Vielleicht wären es auch in dieser Spielzeit noch einige mehr geworden, wenn Städler in einigen Spielen wegen seiner Hüftarthrose nicht hätte ausgewechselt werden müssen. Oder wie im letzten Spiel auf dem Altstätter Grüntal zum Zuschauen verdammt war.

In der abgelaufenen Saison ist ihm sogar ein persönlicher Rekord gelungen. Gegen Au-Berneck III hat Christian Städler innerhalb von drei Minuten einen Hattrick erzielt. Bisher lag der Rekord für drei Tore bei acht Minuten, als er noch bei Altstätten auf Torejagd ging.

In den mittlerweile sieben Saisons, die er bei Fortuna spielt, hat Städler schon einige Hochs und Tiefs erlebt. Der Tiefpunkt war der Abstieg auf direktem Weg von der 2. in die 4. Liga. Der vorläufige Höhepunkt nun der Wiederaufstieg in die 3. Liga. Dieser soll aber nicht der gelungene Abschluss einer einzigartigen Karriere sein. Wenn der neue Trainer auf ihn setzt, möchte er noch weiter spielen. Die Bedingung ist aber, dass drei alteingesessene Kollegen auch dabei sind.

Sonst wechsle er zu den Senioren, bei denen er auch schon ausgeholfen hat: «Bei den Senioren ist es für mich aber strenger», sagt er, «dort werde ich mit zwei- bis dreimal so vielen Bälle gefüttert wie in der ersten Mannschaft.»

3.-Liga-Spiele im Rheintal?

Dass er, dessen Revier früher die 2. Liga interregional war, nun wahrscheinlich wieder in der 3. Liga spielen kann, freut ihn sehr. In den letzten Saisons habe er Sachen gemacht, die er bisher nicht machte: «Manchmal habe er auf Plätzen spielen müssen, die eher einem Acker glichen als einem Fussballplatz. Da ist natürlich die Verletzungsgefahr viel grösser.»

Noch grösser wäre Städlers Freude, wenn Fortuna in die Rheintaler Gruppe eingeteilt würde: «Es kribbelt schon jetzt, wenn ich an die Spiele gegen Rebstein oder Rüthi denke.»

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